Bei der Poetry-Slam-Landesmeisterschaft ringen Worte um Punkte

Neun Poetry-Slammer kämpfen in Götzis um den Landesmeistertitel und das Ticket zur Bundesmeisterschaft. Die NEUE verlost Eintrittskarten für den Wettstreit.
Ruhm, Anerkennung, ein kurioser Wanderpokal und die Teilnahme an der Österreichischen Meisterschaft in Poetry-Slam. Das blüht einem der neun Kandidaten, die am 10. April bei der Poetry-Slam Landesmeisterschaft 2026 in der Kulturbühne AmBach, Götzis, gegeneinander antreten.
Die Kandidaten
„Mir gefällt die Möglichkeit, andere Menschen zu berühren und zum Nachdenken zu bringen, indem ich meine eigenen Gefühle und Gedanken als Text vortrage“, schwärmt die 21-jährige Teilnehmerin Sophia Fessler vom Reiz des Formats.

David Feuerstein (35) schätzt hingegen die dichterische Herausforderung und das „Adrenalin auf der Bühne“.

Während er ein Gedicht über Fragen der Bildung vortragen wird, lässt die 29-jährige Juna Tegeltija vorweg wissen, dass sie eine „persönliche Geschichte“ mit gesellschaftskritischen Akzenten im Köcher hat.

Daniel Geuze (39) möchte noch nicht zu viel über seinen Beitrag verraten. Umso überschwänglicher lobt er hingegen die Kraft des Genres, um „Emotionen zu wecken und Menschen auf Pfade mitzunehmen, die sie längst verlassen haben, aber gut kennen“.

Ob sein Spiel der Anspielungen gut ankommt, wird sich in Götzis live entscheiden. Teilnehmer und Poetry-Slam-Veteran Ivica Mijajlovic (33) bekräftigt: „Es ist eine sehr lebendige, wenn nicht sogar die lebendigste Form der Literatur. Auch wenn Text und Publikum immer anders sind, das Feedback der Zuseher ist gewiss.“

„Das ist der Reiz des Ganzen. Im Alltag hören einen die Menschen nicht immer zu. Wenn man auf der Bühne steht, dann müssen sie es. So kommt man ins Gespräch“, ist sich Jay Man (Jahrgang 1982) gewiss.

Leonie Riedmann (20) kann sich dem nur anschließen: „Die Szene ist eine Gemeinschaft, in der ein schönes Miteinander gepflegt wird.“ Kandidat Elias Wehinger war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Spontane Jury
Es kann nur einen Sieger geben. Nach der Eröffnung durch die performende, aber nicht antretende, Österreich-Meisterin Lia Hartl aus Rankweil gilt es nicht nur, Titelverteidiger Levin Bösch die Stirn zu bieten. Denn im Unterschied zu üblichen Poetry-Slam-Veranstaltungen entscheidet hier weder das Stampfen, noch das Johlen der Gäste. Vielmehr gilt das Urteil einer siebenköpfigen Jury, die vor Ort aus Freiwilligen zusammengesetzt wird. „Die Juroren bestimmen die Qualität der Performer mit Punkten von eins bis zehn. Wir kürzen aber die höchste und niedrigste Zahl der Wertung“, schildert Co-Organisator Lukas Wagner (Slam Labor). So soll verhindert werden, dass sich ein Fan- oder Freundeskreis parteiisch durchsetzt.

Dem Gewinner blüht nicht nur der Wanderpokal in Form einer Kuhglocke, sondern auch die Möglichkeit, im September bei der Bundesmeisterschaft in Kärnten für Vorarlberg ins Rennen zu gehen.
Tickets gewinnen
Die Poetry-Slam Landesmeisterschaft 2026 findet diesen Freitag, 10. April, ab 20 Uhr im großen Saal der Kulturbühne AmBach, Götzis statt. Die NEUE verlost 2 Mal 2 Eintrittstickets. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, reicht ein E-Mail mit Betreff „Poetry-Slam“ und Vorname wie Nachname, an sebastian.vetter@neue.at. Die Gewinner werden nach Einsendeschluss, Donnerstag, 9. April, um 17 Uhr, via E-Mail, kontaktiert.