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Tödliche Kollision auf dem Bodensee: Motorbootfahrer vor dem Strafgericht

21.04.2026 • 08:21 Uhr
Maurice Shourot
Der Unfall ereignete sich im Oktober 2025. Shourot

Nach der tödlichen Kollision zweier Boote auf dem Bodensee, bei der eine Frau ums Leben kam, steht ein 26-jähriger Vorarlberger wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung vor Gericht.

Zwei Boote, ein Zusammenstoß, eine Tote. Sechseinhalb Monate nach dem folgenschweren Unfall auf dem Bodensee bei Gaißau muss sich ein 26-jähriger Vorarlberger vor dem Landesgericht verantworten.

Laut Anklage soll der Mann am 11. Oktober 2025 ein Motorboot gelenkt und dabei den Seeraum in Fahrtrichtung über zumindest zwei Minuten nicht ausreichend beobachtet haben. In der Folge kam es nahe dem Rheinspitz zur Kollision mit einem Segelboot , auf dem sich ein Ehepaar aus Deutschland befand. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26-Jährigen grob fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie Gefährdung der körperlichen Sicherheit vor.

Mann rettet sich durch Sprung ins Wasser

Das Segelboot kenterte und wurde vollständig zerstört. Die 57-jährige Frau erlitt tödliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Ihr Ehemann konnte sich durch einen Sprung ins Wasser retten. Er zog sich Prellungen zu und erlitt einen schweren Schock sowie eine psychische Beeinträchtigung. Auf dem Motorboot befanden sich neben dem Beschuldigten drei weitere Personen. Deren Leben, Gesundheit oder körperliche Sicherheit soll durch die Kollision ebenfalls gefährdet worden sein.

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Wie aus dem damaligen Polizeibericht hervorgeht, war das Motorboot gegen 15.35 Uhr mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Die Seepolizei hielt fest, dass ein anderes Boot unter den gegebenen Bedingungen rechtzeitig hätte erkannt werden können. Der Lenker war laut Polizei nicht alkoholisiert.