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„Geburtstagsparty-Band sind wir keine“

25.05.2026 • 12:52 Uhr
„Geburtstagsparty-Band sind wir keine“
(v.l.n.r.) Gav Tinkler, Sven Decker und Markus Kerberus mit ihrer EP „How the Devil made us“. Serra, ZVG

Die Vorarlberger Band Fast Love verbindet den Spirit der 80er-Jahre mit modernem Rocksound und viel Energie auf der Bühne.

Die Vorarlberger Rockband Fast Love setzt auf große Gitarrenriffs, eine Portion Humor und den Spirit der 80er-Jahre. Mit ihrer neuen EP und Auftritten beim Szene Open Air sowie weiteren Festivals will die Band nun auch außerhalb des Ländles Fuß fassen.

“Too Fast for Love”

Entstanden ist Fast Love 2024 als Zwei-Mann-Konstellation. „Wir waren eigentlich schon auf der hoffnungslosen Suche, weil wir niemals einen Bassisten gefunden haben“, erzählt Sänger und Gitarrist Sven Decker. Schließlich stieß Markus bei Fast Love dazu. Die drei Musiker waren zuvor in anderen Projekten tätig, die sich mittlerweile aufgelöst haben. Gav Tinkler war bereits als Drummer in England auf Tour.

Der Bandname verweist klar auf die musikalischen Wurzeln. Inspiriert wurde Fast Love vom Mötley-Crüe-Debütalbum „Too Fast for Love“. „Das war ein Album, das ich extrem gefeiert habe“, sagt Drummer Gav Tinkler. Der ursprüngliche Titel sei allerdings zu lang gewesen, deshalb habe man ihn verkürzt.

„Geburtstagsparty-Band sind wir keine“
Die NEUE hat das dynamische Trio im Fast Love-Proberaum in Bregenz getroffen. Serra

Fetter Bass und Schlagzeug-Soli

Musikalisch sieht sich die Band stark von den 80er-Jahren beeinflusst, will den Sound aber modern interpretieren. „Wir wollen das Ganze mit einer modernen Herangehensweise vermischen, um auch in der heutigen Zeit attraktiv zu sein“, sagt Markus. Besonders wichtig sei dabei, dass nicht nur Gitarren und Gesang im Vordergrund stehen. „Wir schauen darauf, dass es ein fettes Bass-Intro gibt und wir ein Schlagzeug-Solo drin haben.“

Die neue EP umfasst fünf Songs, die laut Band aus ihrem bestehenden Repertoire ausgewählt und weiterentwickelt wurden. Inhaltlich drehen sich die Stücke oft um Emotionen, Beziehungen und persönliche Erfahrungen. Dabei arbeitet die Band gerne mit Metaphern und düsteren Bildern. Titel wie „How the Devil made us“ oder „Demons in my head“ seien jedoch nicht religiös gemeint. „Der Teufel ist nicht unbedingt die religiöse Fantasiefigur, sondern das eigene Umfeld“, erklärt Sven. Es gehe vielmehr um menschliche Abgründe, Verlockungen und schwierige Erfahrungen.

„Geburtstagsparty-Band sind wir keine“
Markus, Sven und Gav im Gespräch mit der NEUE. Serra

Live wolle Fast Love vor allem Energie und Dynamik transportieren. „Wir sind keine Geburtstagsparty-Band“, sagt die Gruppe lachend. „Wer zu uns kommt, für den machen wir unsere eigene Party.“ Neben harten Rocknummern setze die Band bewusst auch auf ruhigere Momente mit Akustikgitarren oder Powerballaden. „Der Kontrast sorgt dafür, dass alles stärker wirkt“, sagt Markus.

Szene Open Air

Eine wichtige Station wartet im Sommer auf die Musiker: Fast Love spielen beim Szene Open Air auf der Mainstage. „Egal wann du spielst, du musst auf die Bühne gehen, als wärst du der Headliner“, sagt die Band. Der Auftritt sei eine große Chance.

Parallel arbeiten Fast Love an einem neuen Musikvideo zum Song „Burn“. Gedreht wird an mehreren Orten in Vorarlberg. Neben klassischen Performance-Szenen soll es auch eine kleine Handlung rund um eine toxische Beziehung geben. „Der Song erzählt von der ganzen Bandbreite einer Beziehung“, erklärt die Band.

„Geburtstagsparty-Band sind wir keine“
Fast Love bei einem Gig im Hohenemser Kulturzentrum Prokontra im April 2026. ZVG

Regional verankert

Trotz erster Erfolge bleibt Vorarlberg für Fast Love zentral. „Es fühlt sich an wie eine riesige Familie“, sagt Sven über die heimische Musikszene. Gleichzeitig wollen die Musiker den nächsten Schritt machen und auch in anderen Regionen auftreten. „Wenn wir uns dann woanders heraustrauen, fühlt sich das jedes Mal wie ein kompletter Neustart an.“

In den kommenden Monaten stehen unter anderem Konzerte in Thüringerberg, Lustenau, Hard, Salzburg, Graz und Liechtenstein auf dem Programm. Höhepunkte sind dabei mehrere Open-Air-Auftritte im Sommer 2026.

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Fast Love live in Concert 2026

  1. Juli: Rock am Berg mit Gotthard (Thüringerberg)
  2. August: Szene Open Air Festival (Lustenau, AT)
  3. August: Hard Rocks Festival (Hard, AT)
  4. August: Rock am St. Martinsring (Eschen, FL)
  5. September: Bricks Music Bar (Salzburg, AT)
  6. September: Club Wakuum (Graz, AT)
  7. September: Geronimos MC (Nenzing, AT)
  8. Oktober: Halloween im Graf Hugo (Feldkirch, AT)