Kultur

Nnella: Von Altach nach Berlin und unter die Haut

19.06.2026 • 13:45 Uhr
NNELLA
Nadja Bodlak ist Nnella. Yeong

Nnella schrieb „Besser“ erst für den Eurovision Songcontest. Jetzt tritt sie mit dem Lied beim Musikpreis Sound@V in der Sparte „Alternative/Singer-Songwriter“ an.

Bürgerlicher Name: Nadja Bodlak

Alter: 29

Wohnort: Berlin/Altach

Beruf: Musikerin, Gesangslehrerin und Musikpädagogin für Inklusivklassen

Genre: Art Pop – irgendwo zwischen Streicheln und Beißen

Mein Weg zur Musik: Seit ich denken kann, habe ich mir Geschichten ausgedacht und gesungen, oft gemeinsam mit Freundinnen. Als wir mit zehn Jahren in der Schule gelernt haben, was Akkorde sind, entstanden die ersten Songs mit Gitarren- oder Klavierbegleitung. Natürlich gab es auch viele Menschen, die mich auf meinem musikalischen Weg begleitet haben.

NNELLA
Yeong

Ich mache Musik: Weil sie Magie hat und ich damit Dinge ausdrücken kann, die sich anders nicht beschreiben lassen.

Drei Künstler, die mich geprägt haben: Sophie Hunger, Saya Gray, Kat Frankie.

Mein kuriosestes Musikerlebnis: Ich habe vor ein paar Jahren bei einer queeren Veranstaltung in einer Salzburger Kirche gespielt. Beim Soundcheck hat alles gepasst. Als ich dann auf die „Bühne“ ging, funktionierte plötzlich der Gitarrensound nicht mehr. Die Person an der Technik wusste nicht, woran es lag, und begann hektisch nach dem Fehler zu suchen. Um nicht einfach untätig dazustehen, entschied ich mich spontan dazu, stimmlich zu improvisieren, den Hall der Kirche auszunutzen und zu hoffen, dass die Gitarre irgendwann wieder funktioniert. Tatsächlich: Im perfekten Moment war sie wieder da. Es war ziemlich verrückt und richtig, schön.

Eingereichter Song: „Besser“

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Geschichte hinter dem Lied: Mit viel Ironie geht es um Selbstoptimierung, toxische Selbstliebe und Schönheitsideale – und zwar auf Vorarlbergerisch. Die ersten Zeilen entstanden während Nachtschichten in meinem damaligen Nebenjob. Als ich gesehen habe, dass man sich für den Eurovision Songcontest bewerben kann, habe ich den Song sehr schnell fertig geschrieben. Mit dem ESC hat es zwar nicht geklappt – aber wer braucht den schon, wenn es auch Sound@V gibt?

Die Zeile aus dem Song, auf die ich besonders stolz bin: „Es git koan Grund mehr hässlich zum Sterba.”

Was würde ich mit dem Preisgeld machen? Einen Teil meines nächsten Albums finanzieren und Mandelmus kaufen.

Anstehende Konzerte: 30. Juli bei der Poolbar in Feldkirch, 16. Oktober beim Kultober in Altach.