Kultur

Alpinale würdigt Film über Vorarlberger Tennis-Talent Maximilian Taucher

18.08.2026 • 17:59 Uhr
Kurzfilm-Dreh "Zwischen den Linien"
Der 2007 geborene Tennisspieler hat einen großen Traum, dem er sich mit Ehrgeiz und Können nähert. Schenk

Der aus Hohenems stammende Filmemacher Jan Schenk wurde bei der Alpinale für sein Bachelorprojekt „ZwischenLinien“ ausgezeichnet. Der Kurzfilm über Tennis-Talent Maximilian Taucher überzeugte die Jury mit Bildsprache und Montage.

Der aus Hohenems stammende Filmemacher Jan Schenk wurde vergangenen Samstag mit dem V-Short-Award des Bludenzer Kurzfilmfestivals Alpinale geehrt. Obwohl der 24-Jährige an fünf von insgesamt 13 eingereichten Filmen beteiligt war, habe er nicht damit gerechnet, dass sein Bachelor-Projekt „ZwischenLinien“ den ersten Platz belegen würde.

Jan Schenk
Filmemacher Jan Schenk. Schenk

Aufstrebender Tennisspieler

Dabei traf der Absolvent des FH-Studiengangs Intermedia offenbar ebenso treffsicher sein Ziel, wie der Protagonist seines nicht ganz vier Minuten langen Clips. Schließlich handelt „ZwischenLinien“ von Maximilian Taucher, einem 2007 geborenen Tennistalent, der hierzulande zu den größten Talenten seiner Generation gezählt wird.

Kurzfilm-Dreh "Zwischen den Linien"
Schenk

Anfangs ist nur die Rückseite Tauchers zu sehen. Er strahlt gesunden Stolz aus, spricht von Ehrgeiz und dem Wunsch, alles aus sich herauszuholen. Würde das Video bei Motivationsreden und handwerklich überzeugender Kameraführung bleiben, hätte es sich zwar ideal als Werbefilm geeignet, aber wohl kaum die Jury überzeugt. Ausschlaggebend ist die zweite Hälfte, in der klar wird, dass der aufstrebende Sportler in einem Rollstuhl sitzt und unbeirrbar an seinem großen Traum arbeitet: 2028 bei den Paralympics in Los Angeles teilzunehmen.

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„Clevere Montage“

Die V-Shorts Jury der Alpinale lobt Schenk als Filmemacher, der „trotz seiner noch jungen Karriere mit einem rundum gelungen Werk zu überzeugen weiß.“ Dabei hebt sie vor allem die „Kombination aus Bildsprache und cleverer Montage“ hervor.

V-Shorts Preisverleihung
Schenk bei der Übergabe der mit 500 Euro dotierten Auszeichnung. Privat

„Was ich mit dem Film sagen wollte, kam sowohl beim Publikum als auch bei der Jury an. Das ist eine schöne Bestätigung“, zeigt sich der 24-Jährige erfreut. Der Preisträger drehte sogar mehrere Varianten und verglich, wie Zuschauer reagierten, wenn man Taucher sofort als Rollstuhlfahrer erkennt oder erst später davon erfährt.

Kurzfilm-Dreh "Zwischen den Linien"
Schenk

Im Gespräch mit der NEUE gesteht der Preisträger, dass er erst während seiner Studienzeit an der Fachhochschule Vorarlberg näher mit dem Medium Film vertraut wurde. Dabei entwickelte er rasch eine Leidenschaft, der er jetzt auch beruflich nachgeht.

Kurzfilm-Dreh "Zwischen den Linien"
Schenk

Vom Kurz- zum Spielfilm

Neben Werbefilmen und gemeinsamen Projekten in seinem cineastischen Freundeskreis steht der nächste große Wurf kurz bevor. Denn mit „Backpackers“ wagen sich Schenk und seine Freunde (etwa Alexander Böckle, Mira Zielbauer und Fabio Paulmichl) an das Format Spielfilm heran. Neben Felix Bereuters „Nicht so schnell“ ist es der zweite Spielfilmdreh junger Vorarlberger in diesem Jahr. Während Bereuters Produktion vor wenigen Wochen den letzten Drehtag feierte und kommenden Februar in die Kinos kommen soll, beginnen die Aufnahmen für den Coming-of-Age-Film „Backpackers“ am kommenden Montag.