Wolfsrisse im Montafon: DNA-Ergebnis sorgt für Überraschung

Die der NEUE vorliegenden Auswertungen bestätigen, dass der erlegte Wolf an den Rissen beteiligt war, bedeuten aber auch, dass die Gefahr damit noch nicht gebannt ist.
Anfang August kam es auf zwei benachbarten Hochalpen im Gemeindegebiet von Tschagguns zu Wolfsangriffen auf Rinder- und Eselherden. Ein Rind wurde getötet, ein Kalb und ein Esel mussten aufgrund der schweren Verletzungen getötet werden. Die unmittelbar vom Amt der Vorarlberger Landesregierung erlassene Abschussverordnung von einem Schadwolf wurde binnen weniger Tage mit der Erlegung eines Wolfes am Ort des Rissgeschehens erfüllt.
DNA-Ergebnis sorgt für Überraschung
Die nun vorliegenden Ergebnisse der DNA-Untersuchungen der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigen, dass an den drei Rissen neben dem erlegten Wolf auch noch ein weiterer Wolf beteiligt war.

„Die nun vorliegenden Ergebnisse der DNA-Untersuchungen zeigen, dass auch ein zweiter Wolf an den Rissen beteiligt war. Wölfe sind sehr mobil und können innerhalb kurzer Zeit große Distanzen zurücklegen. Der Nachweis bei den damaligen Rissen muss nicht zwangsweise bedeuten, dass sich dieses Tier weiterhin im Montafon aufhält. Dafür bräuchte es aktuelle Hinweise. Die Jagd hat rasch reagiert und die Abschussverordnung innerhalb kurzer Zeit umgesetzt. Wie die DNA-Ergebnisse bestätigen, wurde dabei einer der an den Rissgeschehen beteiligten Wölfe erlegt“, informiert Wildbiologe Hubert Schatz auf Anfrage der NEUE.

Landesrat Gantner: „Notwendige Abschüsse“
Für Landesrat Christian Ganter bestätigt die gezielte Entnahme des Schadwolfes die Wirkung beziehungsweise Notwendigkeit von Abschüssen: “Ich möchte sich bei allen Beteiligten, insbesondere jedoch auch den betroffenen Jägern für die rasche Umsetzung der Abschussverordnung bedanken, weil damit ein wichtiger Beitrag für die Erhaltung eines intakten Alpbetriebs in Vorarlberg geleistet wurde.”
(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)