Gerüchteküche brodelt: Nächste Vorarlberger Polizeiinspektion vor dem Aus?

Weder Bestätigung noch Dementi von Landespolizeidirektion und Sicherheitslandesrat.
Die Strukturreform der Bundespolizei für Vorarlberg ist in vollem Gange: Nachdem Anfang des Monats die Polizeiinspektion (PI) Sulz mit jener in Rankweil fusionierte und Sicherheitslandesrat Daniel Allgäuer (FPÖ) Ähnliches für die Inspektionen in Gaschurn und Schruns ankündigte, brodelt die Gerüchteküche.
Glaubt man dieser, dann könnte das nächste „Opfer“ der Strukturreform die PI Altach werden. So hört man zumindest aus gut informierten Kreisen in der Kummenberg-Region. Die Dienststelle soll geschlossen und mit Götzis zusammengelegt werden. Offiziell bestätigt ist aber noch nichts: Auf Anfrage der NEUE verweist Landesrat Allgäuer an die Landespolizeidirektion. Auch dort will man sich zu den Gerüchten nicht konkret äußern und verweist auf einen laufenden Evaluierungsprozess. Aber: Auch wenn beide Seiten die Gerüchte nicht bestätigen, dementiert werden sie auch nicht.
Treffen der Sicherheitssprecher
Aufschluss könnte der 22. Oktober bringen: Dort trifft sich Daniel Allgäuer mit den Sicherheitssprechern der fünf Landtagsklubs. Dabei wird es wohl auch um mögliche Fusionen beziehungsweise Schließungen von Inspektionen im Land gehen. “Diesem Treffen möchte ich nicht vorgreifen”, so Allgäuer gegenüber der NEUE.

Personell dürfte es – wenn man auf die „Degradierung“ der PI Sulz zur Außenstelle blickt – keine großen Änderungen geben: Im Vorderland werden keine Stellen abgebaut, alle Beamten übersiedeln aus Sulz auf die PI Rankweil.

Altach hat seit dem 16. November 1920 einen eigenen “Gendarmerieposten”, wie damals noch die Bezeichnung lautete. Dieser wechselte mehrmals den Standort und ist seit 1988 im heutigen Gebäude in der Achstraße untergebracht, wie man in einer Chronik auf der Website der Gemeinde Altach nachlesen kann.
(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)