Warum die Sperre der Pfändertunnel-Weströhre im “Interesse aller Autofahrer” liegt

Asfinag gab vorzeitiges Ende der Tunnelsperre bekannt. Sprecher Alexander Holzedl erklärt, warum die Einschränkung, die noch bis Mitternacht gilt, tagsüber nötig ist.
Es ist für zahlreiche Verkehrsteilnehmer im Unterland zum älltäglichen Ärgernis geworden: Seit die Weströhre des Pfändertunnels am Montagabend gesperrt worden ist, kommt es jeweils zur Feierabendzeit zu umfangreichen Staus auf der A14, insbesondere in Fahrtrichtung Deutschland. Auch die Ausweichrouten durch Bregenz und die Hofsteiggemeinden sind zu Stoßzeiten überlastet.
Am Donnerstag bot sich abermals das inzwischen gewohnte Bild: Rund neun Kilometer lang reichte der Stau in Fahrtrichtung Deutschland zurück – bis zur Ausfahrt Dornbirn-West. Der Zeitverlust lag erneut bei über einer Stunde, auch auf den Ausweichrouten durch Dornbirn, Lauterach, Wolfurt und Bregenz sah es nicht besser aus.
Sicherheitscheck
Grund für die Sperre sind Tests an den Sicherheitseinrichtungen des Pfändertunnels, erklärt Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl der NEUE: „Dabei handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Tests, die nur untertags durchgeführt werden können.“ Funktionierende Sicherheitseinrichtung kämen den Verkehrsteilnehmern zugute, betont er: „Das kann nur im Interesse aller Autofahrer liegen.“

Derartige Tests fanden beim Pfändertunnel schon einmal statt, nämlich 2012, bevor die zweite Röhre des Autobahntunnels eröffnet wurde. Damals habe man es weniger mitbekommen, da die Verkehrführung ohnehin einspurig war, merkt der Asfinag-Sprecher an.
Die aktuellen Sicherheits-Checks verlaufen laut Holzedl bislang nach Plan: „Bis dato sind wir vollständig im Rahmen, auch zeitlich.“ Am Freitagvormittag gab die Asfinag dann per Aussendung bekannt, dass ein „optimaler Verlauf der Testphase“ ein vorzeitiges Ende der Sperre der Weströhre ermögliche. Eine für kommenden Montag angesetzte zusätzliche Sperre der Tunnelröhre entfällt, ab Mitternacht stehen wieder zwei Spuren pro Richtung im Pfändertunnel offen.
Nachtarbeiten dauern bis 24. Oktober
Die Notwendigkeit der Tests hängt mit den seit April laufenden Arbeiten in der Oströhre zusammen. Diese dauern noch bis zum 24. Oktober, werden allerdings wie bisher nur in den Nachtstunden von 20 bis 5 Uhr durchgeführt, heißt es in der Aussendung.
Im kommenden Jahr steht das selbe Spiel bei der Oströhre auf dem Programm: Ab April 2026 wird nachts im Tunnel gearbeitet, im Herbst des kommenden Jahres stehen dann erneut tagsüber Sicherheits-Checks inklusive Sperre auf dem Plan. „Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Arbeiten in der Oströhre auf Hochtouren“, informiert Alexander Holzedl.