Autodiebstahl-Serie in Vorarlberg: Auch 13-Jähriger unter den Beschuldigten

Auf NEUE-Anfrage gibt die Polizei neue Details zu jener Täterschaft bekannt, die rund um Weihnachten Fahrzeuge gestohlen und teils damit Unfälle verursacht haben.
Mit einem Aufruf an die Bevölkerung warnte die Landespolizeidirektion (LPD) Vorarlberg eine Woche vor Weihnachten vor sogenannten “Autoschnallern”: Eine unbekannte Täterschaft suchte durch das Betätigen von Türschnallen nach unversperrten Fahrzeugen und entwendete aus diesen Bargeld, Bankomatkarten und andere Wertgegenstände. In einigen Fällen fanden die damals noch Unbekannten auch Fahrzeugschlüssel vor, mit denen sie die Autos in Betrieb nahmen und nach dem Gebrauch wieder abstellten oder sogar Unfälle verursachten. Das gestohlene Fahrzeug ließen sie in solchen Fällen einfach an der Unfallstelle zurück.
Strafunmündige Person unter Beschuldigten
Auf Anfrage der NEUE gab LPD-Pressesprecher Fabian Marchetti am Freitag ein Update zu den Ermittlungen nach dieser Täterschaft. Demnach handelt es sich bei den Beschuldigten um “Personen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren mit österreichischer und deutscher Staatsangehörigkeit”. Somit ist zumindest einer der Verdächtigen noch gar nicht strafmündig.

“Im Zuge der Ermittlungen konnten insgesamt sechs unbefugte Inbetriebnahmen von Fahrzeugen geklärt werden, wobei drei von diesen Autos verunfallt sind”, zeigt Marchetti das Ausmaß des kriminellen Werks auf. Auf Nachfrage zu den gestohlenen Gegenständen teilt der Polizeisprecher mit, dass rund 80 Diebstahlanzeigen bei der Polizei erstattet worden sind. “In den meisten Fällen blieb es jedoch beim Versuch. Das bedeutet, die Täter scheiterten, weil das Fahrzeug abgesperrt war oder sie erbeuteten keine Wertsachen”, so Marchetti. Eine Schadenssumme stehe abschließend noch nicht fest.