Wenn die Worte stimmen

Ein Abend voller Poesie und persönlicher Einblicke: Monika Helfer stellte im Theater Kosmos ihren ersten Gedichtband vor, begleitet von Michael Köhlmeier.
Das Gedichteschreiben sei ein täglicher Begleiter, ein sensibler Seismograph ihrer Befindlichkeiten, die sich manchmal von Stunde zu Stunde, manchmal in längeren Wellen verändern.Über ihren ersten Gedichtband „Bitte schick mir eine Droge“ sprach Monika Helfer im ausverkauften Theater Kosmos mit Michael Köhlmeier. Das Publikum erlebte dabei unmittelbar, wie Kreativität in der Ehe zweier großer Erzähler funktioniert – als Dialog, als Widerspruch, als gemeinsamer Denk- und Arbeitsraum. Man erfuhr, dass die Dichterin meistens in der Nacht schreibt, da die Hemmung beim Schreiben weniger präsent sei. „Bitte schick mir eine Droge“ ist eine Auswahl mit auf das Wesentliche reduzierten, lyrischen Beobachtungen und verdichteten Erinnerungen, die aus den letzten vier Jahren stammen. Es ist ein Vergnügen den beiden zuzuhören, die bald 45 Jahre miteinander verheiratet sind. Viele Gedichte wurden doppelt vorgetragen, jeder mit seiner ihm eigenen Interpretation und Stimmfarbe. Bemerkenswert ist, dass die zunächst sehr persönlichen Aufzeichnungen sich über die Zeit zu einem vielschichtigen Bild unserer Gesellschaft und ihrer Veränderungen verdichten.

Im Publikum saßen Grünenpolitiker und Musiker Bernie Weber, Jürgen Thaler (F. M. Felder Archiv), Alexander Köb, Johannes Helfer, Veronika Moosbrugger, Hans Gasser, Ursula Dauth, Gerald Mathis, Günter Stader und Konrad Müller.




