Unfertige Kunst im Fokus

Im Künstlerhaus wird das Unfertige und Experimentelle in den Mittelpunkt gestellt.
Die Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs hat durch einen Open Call Künstlerinnen und Künstler dazu aufgerufen, im Frühjahr 2026 das Erdgeschoss im Künstlerhaus zu nutzen. Dabei soll Unfertiges, Verworfenes oder nicht Realisiertes im Vordergrund stehen.
Künstler und Kollektive wurden eingeladen, Ideen für das Erdgeschoss sowie das Café und Foyer des Künstlerhauses einzusenden. Der Inhalt ist freigestellt. Ziel des Calls ist es, Ideen zur Diskussion zu stellen, Prozesse anstatt Produkte in den Vordergrund zu bringen und damit einen Rahmen für kollegialen Austausch zu schaffen. Gesucht wurde nach Ideen und Interventionen, um das Haus und die Vereinigung weiterzuentwickeln. Er richtet sich an Kunstschaffende, die mit neuen Formaten und anderen Nutzungsideen spontan, experimentell und kollaborativ arbeiten wollen. „Das kann ich auch“ – eine Phrase, die in der Rezeption zeitgenössischer Kunst immer wieder fällt, ist der Titel der Ausstellung, die suggeriert, dass künstlerische Arbeiten leicht reproduzierbar seien. Kunst ist mehr als Technik oder Motivwahl. Sie entsteht im aktuellen Tun, in Entscheidungen, in Risiken, in der Verantwortung, ein Werk wirklich zu realisieren und in der Fähigkeit, sich auf den Prozess einzulassen. Die Präsentation „Das kann ich auch“ im Rahmen des Formats „…im Erdgeschoss“ widmet sich diesem Spannungsfeld. Unter den kunstinteressierten Besuchern waren Galeristin Sylvia Janschek, Statiker Andreas Geissberger, Gastronomin Ursula Hillbrand (Petrus), Naturheilpraktikerin Franziska Frischknecht, Künstlerin Amrei Wittwer und Filmemacher Andreas Kispert.





