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Fine Dining mit Herz und Handwerk

03.04.2026 • 17:30 Uhr
Fine Dining mit Herz und Handwerk
Das Team des Illside steht für aufmerksamen Service, ohne aufdringlich zu sein. Stiplovsek (4), ZVG

Das Illside am Ufer der Ill in Feldkirch vereint Fine Dining, Fleischhandwerk und eine Atmosphäre, die man nicht so schnell vergisst.

Das Illside in Feldkirch liegt im Ganahl-Areal, direkt am historischen Stadtzentrum, aber dennoch einen Schritt abseits des Trubels. Wer es nicht kennt, läuft womöglich daran vorbei. Wer es kennt, kommt wieder. Und wieder.
Dabei ist das Restaurant erst seit rund eineinhalb Jahren geöffnet und hat in dieser kurzen Zeit bereits von Falstaff zwei Goldene Gabeln erhalten. Eine Auszeichnung, die das Illside offiziell in die Riege der besten Restaurants Vorarlbergs katapultiert. Wer einen Abend dort verbringt, versteht warum.

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Ankommen und loslassen

Der erste Eindruck zählt und der stimmt hier vom ersten Schritt an. Das Lokal ist stilvoll eingerichtet, ohne kalt zu wirken. Besonders begehrt sind die Tische am Fenster, direkt am Ufer der Ill. An einem ruhigen Abend, das Wasser draußen, gedämpftes Licht, ein Glas Wein in der Hand; man vergisst schnell, dass man mitten in der Stadt sitzt. Kein Lärm, kein Gedränge, nur der leise Rhythmus eines Abends, der sich entfalten darf.

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Das Ambiente lädt zum Verweilen ein. Wer nach dem Essen noch etwas länger sitzen möchte, kann das bei der Online-Reservierung auf ill-side.at direkt vermerken. Ein kleines Detail, das zeigt: Hier wird mitgedacht.

Fleisch als Passion

Das Illside versteht sich als gehobenes Restaurant mit einem klaren Schwerpunkt: Fleisch. Nicht als Massenware, sondern als Handwerk. Das Team zerlegt die Stücke selbst, derzeit noch außer Haus. Im Keller entsteht gerade ein eigener Zerlegeraum, der künftig auch den Kauf direkt im Restaurant ermöglichen soll. Es gibt sogar einen Fleischsommelier, als deutliches Bekenntnis zum eigenen Qualitätsanspruch.

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Im hauseigenen Dry-Ager reift das Fleisch direkt im Restaurant.

Die Karte im Illside ist bewusst klein gehalten. „Wir produzieren alles selbst“, erklärt der Küchenchef, „das gilt für alle Beilagen, Saucen, alles.“ Die Pfeffersauce etwa köchelt 72 Stunden. Fertigprodukte? Fehlanzeige. Wenn ein Stück ausverkauft ist, gibt es das an diesem Tag schlicht nicht mehr. Qualität vor Quantität wird hier und konsequent durchgezogen.

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Was wirklich zählt

Ein Steak, 300-Gramm-Roastbeef, medium rare bestellt, landet mit dem perfekten Garpunkt auf dem Teller. Kross außen, zartrosa innen, saftig bis zum letzten Bissen. Ein anderer Gast am Tisch bestellt das Hüftsteak, medium, ebenfalls auf den Punkt. Das klingt zwar selbstverständlich, ist es aber nicht. Wer weiß, wie schwierig es ist, bei jedem Stück Fleisch den Garpunkt zu treffen, weiß das zu schätzen.

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Das Lamm ist eine eigene Kategorie. Es zergeht buchstäblich auf der Zunge. Eine jener Texturen, für die man kein besseres Wort findet als: perfekt. Und das Safranrisotto? Ein Gedicht. Cremig, aromatisch, mit einer Tiefe, die man von einem Beilagen-Risotto nicht erwartet. Hier wird klar, dass die Küche auch abseits des Fleisches genau weiß, was sie tut.

Den Auftakt macht übrigens ein Gruß aus der Küche mit hausgemachter Knoblauchbutter, die für sich allein schon eine Empfehlung wert ist. Die Tellerpräsentation ist aufwändig, ansprechend und vollständig essbar. Kein dekorativer Schnickschnack, alles hat einen Sinn.

Ein echter Publikumsliebling ist laut Küchenchef übrigens nicht das teuerste Steak auf der Karte, sondern die Steakhouse-Pommes mit Trüffel und Parmesan, die ideal zu einem feinen Steak passen.

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Service mit Gespür

Das Personal im Illside ist aufmerksam, ohne aufdringlich zu sein, präsent, wenn man etwas braucht, diskret, wenn man in Ruhe genießen möchte. Für die kleinen Gäste wird individuell eine Lösung gefunden, Allergiker werden nicht mit einem Schulterzucken abgespeist, sondern mit echten Alternativen bedacht. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Mehr als nur Abendessen

Das Illside ist vielseitiger, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Für besondere Anlässe gibt es ein Separee für bis zu 40 Personen, wo 5- bis 6-gängige Menüs serviert werden. Die hochwertigen Weine – allesamt auch glasweise erhältlich – werden vom hauseigenen Weinsommelier begleitet. Wer Lust hat, sich durch die Karte führen zu lassen, ist hier in den richtigen Händen.

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Frühstück und After-Work

Wer morgens lieber als abends genießt: Das Illside bietet auch Frühstück, mit Sauerteigbrot, French Toast, süßen Bowls und einem Kaffeeangebot, das den Begriff „Kurzurlaub“ nicht zu weit dehnt. Und wer nach der Arbeit einfach einen guten Drink braucht, ist auch dafür im Illside an der richtigen Adresse. Von spritzigen Kreationen bis zu edlen Spirituosen – die Bar ist eine eigene Entdeckung wert, die keinen Restaurantbesuch voraussetzt.
Der Sommer 2026 soll außerdem noch mehr bringen. Events sind in Planung: Flying Dinner mit Weinbegleitung und Live-Jazz, eine Wagyu-Night, eine Sushi-Night. Das Illside wächst, ohne sich dabei zu verbiegen.

Für wen ist das Illside?

Für alle, die Essen als Erlebnis verstehen. Für Fleischliebhaber sowieso. Aber auch für Vegetarier, denn auch die fleischlosen Gerichte sind laut Küche besonders beliebt und das merkt man der Sorgfalt an, mit der sie umgesetzt werden. Allergiker sind explizit willkommen. Wer zum Beispiel glutenfrei essen möchte, bekommt frisch gebackenes glutenfreies Brot.
Die Preise bewegen sich auf Fine-Dining-Niveau, sind aber moderat für das, was geboten wird. Anders als in vielen Restaurants dieser Kategorie machen die Portionen außerdem richtig satt.

Das Illside ist einer jener Orte, die man kennen sollte, bevor es alle kennen. Ein Geheimtipp, der es nicht mehr lange bleiben wird.