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Wenn Bratz-Puppen auf ­Boomer-Shooter treffen

03.04.2026 • 16:12 Uhr
Wenn Bratz-Puppen auf ­Boomer-Shooter treffen
Hyperpoppige 2000er-Jahre-Ästhetik trifft auf knallharte Spielmechaniken. girlypop (2)

Das Indie-Game „Don’t Stop, Girlypop!“ dreht die testosterongeladene Welt der Boomer-Shooter um 180 Grad.

Blutrünstige Dämonen zurück in die Verdammnis zu befördern, ist normalerweise der Standard, wenn man an Boomer-Shooter wie Doom oder Quake denkt. Das Indie-Entwicklerstudio „Funny Fintan Softworks“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Konventionen dieses Spielgenres umzudrehen. Das Ergebnis ist „Don’t Stop, Girlypop!“, ein Spiel, das im Kern stark an Doom Eternal erinnert, optisch und spielerisch aber frischen Wind in das Genre bringt.

Wer stehen bleibt, verliert

Es handelt sich um einen Movement-Shooter. Das bedeutet: Geschwindigkeit, Sprungketten und flüssige Bewegungsabläufe ersetzen das klassische Deckungsspiel. Zentrale Technik ist das sogenannte „Wave Hopping“, eine Kombination aus Sprüngen, Dash und Bodenschlägen, die in einen konstanten Bewegungsfluss führen soll. Gleichzeitig steht das Niedermähen von Feinden mit unterschiedlichen Waffen im Fokus.

Pink, Glitzer und Glamour

Am auffälligsten ist die visuelle Gestaltung. Statt düsterer Militärästhetik dominiert ein bewusst überzeichneter 2000er-Look mit grellen Farben, Pink-Tönen und verspielten Designelementen. Waffen lassen sich mit Stoffen und Ornamenten individualisieren, etwa mit Schmetterlingen, Chrom-Effekten oder Glitzersteinen. Diese stilistische Entscheidung wird als bewusster Gegenentwurf zur traditionellen, oft „maskulin codierten“ Shooter-Ästhetik gehalten. Zur Bubblegum-Ästhetik trägt auch der Soundtrack bei. Dieser erinnert an Hyperpop der 2000er-Jahre und sorgt zusätzlich für Nostalgie.

Wer schnelle Action sucht und bereit ist, sich auf ein ungewöhnliches Setting einzulassen, findet in „Don’t Stop, Girlypop!“ einen eigenständigen Zugang zum Genre. Besonders für Spielerinnen und Spieler, die Wert auf Bewegung, Tempo und Stil legen, bietet der Titel einen Ansatz, der sich bewusst von klassischen Boomer-Shootern absetzt.

Wenn Bratz-Puppen auf ­Boomer-Shooter treffen
Die Waffen lassen sich mit Glitzersteinen und Ornamenten individualisieren.