Verbindung zwischen Mensch und Natur beim Bregenzer Frühling

Mit “Sounding Light” erschafft Cheng Tsung-lung ein faszinierendes Natur-Tanzspektakel.
Die letzte Vorstellung vom Bregenzer Frühling 2026 begeisterte vergangenen Freitag im Bregenzer Festspielhaus mit dem Thaiwanischen Starchoreographen Cheng Tsung-lung und seiner Cloud Gate Dance Company. In der österreichischen Erstaufführung von “Sounding Light”, einem Werk über die Zerbrechlichkeit von Mensch und Natur, zeigt Tsung-lung eine Imitation der Sonne, die im Laufe eines Tages durch Wolken und Bäume hindurchscheint. Die Tänzerinnen erzeugen den Klang und die Töne zum großen Teil selbst – mit Atem, Stimme, Klatschen, Fingerschnipsen, dem Schlagen auf Körper und den Tanzboden. Viele Bilder und Bewegungen entstanden direkt aus den Erfahrungen in der Natur, erinnern an das Balzen von Vögeln oder an das Flirren von Insekten. “Sounding Light” ist ein meditatives Werk über Wahrnehmung, Verbindung und Präsenz. Es öffnete einen Raum wie in einem Traum: ein Kosmos, in dem die Grenzen von Realität, Zeit und Wahrnehmung aufgehoben wurden und die Bewegungen des Ensembles in Einklang mit einer imitierten Natur traten. Die Cloud Gate-Tänzerinnen haben alle die Qualität von Solistinnen und der Choreograph nutzte deren Vielfalt und gab jeder und jedem Raum für Entfaltung – in Soloauftritten, Duetten oder Ensembles. Damit entwickelte er einen unvergesslichen Abend für das Publikum. Zur Aufführung ins Festspielhaus kamen die Bregenzer Kulturamtsleiterin und künstlerische Leiterin des Bregenzer Frühlings Judith Reichart, Bürgermeister Michael Ritsch und Elena Lazarchuk, Regisseur Hubert Dragaschnug und Sabine Lässer sowie Manuela Linhart, Psychiater Stefan Telser, Künstler Uwe Jäntsch, Künstler Marbod Fritsch, Altstadtrat Michael Rauth und Manfred Bliem.
Yasmin Ritter







