„Ein Sommernachtstraum“: Die Liebe folgt ihren eigenen Gesetzen

Magie, Liebe und Verwandlung treffen im Zauberwald von Shakespeares Klassiker aufeinander.
Das Publikum erlebte am Donnerstag im Vorarlberger Landestheater die Premiere von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Angelika Zacek. Vier junge Menschen zieht es in den Wald, getrieben von Sehnsucht und Neugier, von Leidenschaft und Eifersucht, von Gefühlen, die sie selbst nicht zu fassen vermögen. Sie suchen sich, verlieren sich, werden manipuliert und getäuscht. Währenddessen geraten die Feenkönigin Titania und ihr Gemahl Oberon in einen Machtkampf, der auch die Menschen seinem Zauber unterwirft, sie in einen Strudel zieht, ihre Welt aus den Angeln hebt. Und mittendrin agiert eine Truppe von Handwerkern, die versuchen, ein Theaterstück aufzuführen – eine groteske Parodie auf die große Tragödie der Liebe.
Doch Zauberei entlarvt nur, was in den Menschen ohnehin schon schlummert. Sie verstärkt, verwirrt, bringt ans Licht, was im Verborgenen liegt. Shakespeare spielt mit den Regeln der Gesellschaft – er bricht sie, dreht sie ins Absurde, verwirft sie, nur um sie am Ende doch wieder einzufangen. Die Liebenden kehren zurück in ihre Welt, aber sie haben den Wald durchquert, haben sich gesehen, verwandelt und erfahren, dass Liebe kein fester Zustand ist, sondern ein ständiges Werden. Zur Premiere kamen Barbara Schöbi-Fink mit Philipp Schöbi, Burkhart Wüstner vom Museum Schoppernau, Stephanie Gräve, Martin Bentele, Dagmar Ullmann-Bautz, Elke Riedmann, Clemens Gall, Schauspieler Robert Finster, Heidi Aberer, Monika Wagner und Claudia Voit.
Yasmin Ritter








