Vielschichtige Einblicke ins Leben der Fotografin Edith Tudor-Hart

Die Ausstellung zeigt das bewegte Leben und Werk der Fotografin Edith Tudor-Hart.
Die Ausstellung „Edith Tudor-Hart – a woman’s many faces“ wurde am Mittwoch im Flatz-Museum eröffnet. Sie zeigt einen vielschichtigen Blick auf das Werk und das Leben der 1908 in Wien geborenen Fotografin, Pädagogin und politischen Aktivistin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre sozialdokumentarischen Fotoarbeiten. Sie thematisierte gesellschaftliche Missstände, Armut, Integration und Frauenrechte. Außerdem dokumentierte sie die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse der 1930er-Jahre in Wien und London. Ursprünglich als Montessoripädagogin ausgebildet, fotografierte sie in den späten 1940er-Jahren im Exil in Großbritannien Kinder und deren Unterricht in progressiven Erziehungseinrichtungen. Ein Teil dieser schönen und einfühlsamen Arbeiten wurde in ihrem Lehrbuch „Moving and Growing“ publiziert.
Sie spielte aber auch eine wichtige Rolle beim Knüpfen von Kontakten zwischen dem sowjetischen Geheimdienst und wichtigen Entscheidungsträgern der englischen Gesellschaft, die später als Cambridge Five bekannt wurden. Daher wurde sie jahrelang vom britischen Geheimdienst überwacht. Der dadurch entstandene Druck veranlasste sie, einige ihrer Negative und Fotografien zu vernichten.
Die Ausstellung aus dem Fotoarchiv Salzburg besuchten Alexander Juen, Petra Zudrell, Monika Thaler, Heike Riedmann-Hofer und Burkhard Wüstner. Einen umfassenden Einblick in das Werk der Fotografin bekamen auch Margot Prax, Günter König, Isabel Rümmele und Wolfgang Winder.
Yasmin Ritter







