Warum am Mahlerhof der kalte Morgen zählt

Der Mahlerhof verbindet Familientradition, nachhaltigen Gemüsebau und echte Leidenschaft.
Am Rand des Naturschutzgebietes Rheindelta in Höchst liegt der Mahlerhof, ein traditionsreicher Gemüsebaubetrieb nahe des Bodensees. Seit 2020 führen Jenny und Dominik Lumaßegger den Familienbetrieb, den sie bereits in den vorangegangenen Jahren gemeinsam mit Jennys Vater Martin Brunner geleitet hatten. Ursprünglich wurden auf dem Hof Pinzgauer Rinder gehalten. In den 1960er Jahren stellten Jenny Lumaßeggers Großeltern den Hof auf Gemüsebau um. Ihr Vater Martin Brunner übernahm den Hof 1980 und baute ihn neu auf. Heute umfasst der Betrieb ein halbes Hektar Fläche unter Folie und Glas und fünf Hektar im Freiland für Gemüsebau.
Breites Sortiment und vielfältige Vermarktung
Auf dem Mahlerhof bieten Jenny und Dominik Lumaßegger ein breites Sortiment an. Von Gemüsepflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken, über verschiedene Kräuter, Balkon- und Frühjahrsblüher bis hin zu einem Herbstsortiment findet sich für jede Jahreszeit das richtige Pflänzchen. Der Verkauf ist vielseitig aufgestellt. Der Mahlerhof beliefert den Lebensmittelhandel mit Frischgemüse, einen Gartenmärkt, Gärtnereien und Floristen mit Jungpflanzen und Blumen, verkauft direkt ab Hof und ist pro Woche auf sieben Wochenmärkten vertreten.
Gemeinsam mit dem Betrieb gewachsen
Während Jenny Lumaßegger mit der Landwirtschaft aufwuchs, kam Dominik zunächst zum Mithelfen auf den Hof. Jenny hatte zuvor bereits eine Lehre zur Bürokauffrau absolviert und absolvierte anschließend die Ausbildung zur Gärtnermeisterin. „Ich habe der Liebe wegen den Beruf des Gärtners erlernt“, sagt Dominik Lumaßegger. Das Paar kennt sich seit dem 15. Lebensjahr. „Und so sind wir beide dann mit dem Betrieb gewachsen“, erzählt der 38-Jährige.

Ein Familienbetrieb mit starkem Team
Heute ist der Mahlerhof ein echter Familienbetrieb. Das Paar hat zwei Töchter. Zoey (10) und Kate (8) am Wochenende gerne in der Gärtnerei helfen – besonders beim Gießen sind sie freudig dabei. Auch die Eltern von Dominik und Jenny unterstützen den Betrieb regelmäßig. Zusätzlich arbeitet ein 15-köpfigen Team am Hof: „Wir haben auch mit unseren Mitarbeitern ein familiäres Verhältnis. Und es ist uns auch wichtig, dass sie eine Fixanstellung haben.“, betont die Gärtnermeisterin.

Nachhaltiger Anbau mit natürlichen Methoden
Der Anbau findet nach dem Prinzip des Integrierten Pflanzenanbaus (IP) statt. Dabei wird möglichst auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Stattdessen werden kulturtechnische Maßnahmen eingesetzt – Unkraut auf den Feldern wird manuell mit der Hacke entfernt und zum Schutz der Pflanzen werden Nützlinge eingesetzt. Die Fruchtfolge auf den Feldern wird eingehalten, damit die Böden Zeit haben, sich zu erholen. Die Pflanzen werden frühmorgens gewässert, damit sie bis zum Abend abgetrocknet sind, um Pilzkrankheiten vorzubeugen, und die Gewächshäuser werden mit Ventilatoren belüftet, damit die Luft nicht zu feucht wird. Auch Nützlinge werden am Mahlerhof verkauft. „Wir essen unser Gemüse auch selbst“, fügt Dominik Lumaßegger lachend hinzu.
Die Freude am Gärtnern
Besonders schätzen die beiden die Vielseitigkeit ihres Berufs. „Mir gefällt so ziemlich alles an meinem Beruf. Es ist sehr abwechslungsreich. – vom Büro zum Kontakt mit der Kundschaft bis hin zur Arbeit auf dem Feld. Und es ist eine Freude zu sehen, wie alles wächst“, meint die 38-Jährige. Gleichzeitig sei jeder Tag eine neue Herausforderung, da jedes Jahr andere Bedingungen herrschen und der Erfolg auch vom Wetter abhängig sei. Für ihren Mann liegt die Faszination vor allem im sichtbaren Erfolg und dem Prozess, der diesem vorausgeht: „Es ist der Erfolg der sichtbar wird – von der Aussaat bis zum fertigen Produkt.“ Der Entwicklungsprozess der Pflanzen wird auch durch Licht und Temperatur beeinflusst. „Wir sind auch sehr selbstkritisch und versuchen immer noch besser zu werden.“

Robuste Pflanzen durch die „Cool-Morning-Strategie“
Ein Beispiel dafür ist die sogenannte „Cool-Morning-Strategie“ Dabei werden morgens wenn es noch kalt ist die Gewächshäuser geöffnet, damit die kalte Luft einströmt. Dies führt dazu, dass die Pflanzen kompakt wachsen. Vor dem Verkauf verbringen die Pflanzen noch zwei Wochen im Freien damit sie auch abgehärtet sind. Sie wachsen dann zwar langsamer als im Gewächshaus, sind dadurch aber viel robuster und halten Wind und Kälte besser aus. Den beiden ist es wichtig, dass ihre Kundinnen und Kunden mit den Pflanzen Erfolg haben und diese auch bei ihnen gut wachsen.
Sehr schön mitzuerleben sei, wie immer mehr Familien zu Hause einen kleinen Naschgarten mit Erdbeeren, Hängetomaten oder kleinen Snackgurken anlegen – auch auf Balkonen. Gleichzeitig sei das Wissen von Kindern über Kräuter und Gemüse in den letzten Jahren gestiegen. Auch alte Gemüsesorten seien vielen bekannt. Es kommen mittlerweile auch immer mehr jüngere Familien mit Kindern. Viele Eltern würden berichten, dass es nichts Schöneres gebe, als zu sehen, wie die Kinder Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten pflücken.

Kinder fürs Gärtnern begeistern
Diese Begeisterung fürs Gärtnern erleben sie vor allem beim Projekt „Schule in der Gärtnerei“. Dabei besuchen Volksschulklassen ihre Gärtnerei, säen Pflanzen und betreuen diese über den Frühling hinweg, bis sie zum Schulschluss erntereif sind. Für die Zukunft ihrer Gärtnerei wünschen sich die beiden vor allem eines: die hohe Qualität der Produkte beizubehalten und, weiterhin mit ihrem engagierten Team zusammenarbeiten zu können und auch künftig viele nette und freundliche Kunden zu haben, die ihre Produkte schätzen.
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Mahlerhof
Birnbaumstraße 20, 6973 Höchst
Tel.: 05578/75344
E-Mail: office@mahlerhof.com
Web: www.mahlerhof.com