Admira Dornbirn: Nach verheerendem Brand endlich wieder ein Zuhause

Nach rund 20 Monaten im Provisorium kehrt die Admira Dornbirn in das neu errichtete Klubheim zurück. Gefeiert wird die Eröffnung am 19. und 20. September, gemeinsam mit dem 80-Jahr-Jubiläum des Vereins.
Im Dezember 2024 zerstörte ein verheerender Brand das Klubheim der Admira Dornbirn vollständig. Nach den vielen Monaten im Provisorium ist die Freude beim Dornbirner Fußballklub groß: Das neue Klubheim auf der Sportanlage Rohrbach wurde von der Stadt fertiggestellt. Gefeiert wird die Rückkehr am 19. und 20. September – gemeinsam mit dem 80-Jahr-Jubiläum des Vereins. „Nach der langen Wartezeit ist es natürlich großartig, dass wir den Einzug nun endlich feiern können“, sagt Admira-Obmann Gerhard Ritter. Das Provisorium habe zwar funktioniert, sei auf Dauer aber eine große Herausforderung gewesen. „Für nichts war wirklich Platz, vieles musste in Kühlwagen oder anderen Übergangslösungen untergebracht werden. Auch für die Mannschaften und in den Kabinen war die Situation schwierig.“

Vorfreude auf erstes Bier aus einem Glas
Umso größer sei nun die Vorfreude auf die Rückkehr. „Das Klubheim und vor allem die Gastronomie schauen fantastisch aus. Das Gebäude ist zwar ähnlich aufgebaut wie früher, aber alles ist neu und modern“, so Ritter. Besonders freue er sich auf die vielen kleinen Dinge, die im Provisorium nicht möglich waren: „Ein besonderes Highlight wird sicher das erste Bier aus einem richtigen Glas sein“, schmunzelt der ehemalige Profifußballer.

Gut überstanden
Trotz der schwierigen Bedingungen habe der Verein die lange Übergangszeit gut überstanden. Einen Einbruch bei den Zuschauerzahlen habe es auch nicht wirklich gegeben. „Wir hatten gute Spiele und eine erfreuliche Unterstützung“, berichtet der Obmann. Organisatorisch sei der Betrieb allerdings oft sehr aufwendig gewesen. Vor- und Hauptspiele mussten zeitlich abgestimmt werden, für die Gastronomie bedeutete das teilweise lange Tage und Nächte. Zudem gab es kaum überdachte Plätze auf dem Sportplatz.

Großer Zusammenhalt
„Als Verein und als Team haben wir aber außergewöhnlich gut zusammengearbeitet“, so Ritter. Mannschaften, Trainer und Nachwuchsbetreuer hätten tatkräftig mitgeholfen. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt beim Wiederaufbau sei gut verlaufen. „Unser Geschäftsführer Hermann Huber hat die Abstimmung mit dem Bau und den verschiedenen Beteiligten perfekt organisiert. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Das neue Sport- und Vereinsgebäude wurde auf den bestehenden Fundamenten errichtet und orientiert sich bei den Außenmaßen am früheren Klubheim. Für Sport und Verein stehen Umkleiden, Sanitärbereiche, Vereinsräume sowie Flächen für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung. Auch Küche, Ausschank, Lager- und Technikräume sowie ein überdachter Gastbereich wurden integriert. Die Tribüne wurde ebenfalls wiederhergestellt.

Holzsystembau
Errichtet wurde das Gebäude als Holzsystembau. Viele Bauteile wurden vorgefertigt und anschließend auf der Sportanlage montiert. Dadurch konnte der Rohbau vergleichsweise rasch errichtet werden. Das Flachdach ist begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Luft-Wasser-Wärmepumpen sorgen für die Wärmeversorgung.

Moderne Infrastruktur
„Nach dem Brand war es wichtig, rasch zu reagieren und gleichzeitig eine langfristig gute Lösung für die Sportanlage zu entwickeln“, erklärt Bürgermeister Markus Fäßler. Mit dem neuen Klubheim stelle die Stadt der Admira wieder eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Hochbaustadtrat Christoph Waibel verweist auf die Weiterentwicklung des Gebäudes: „Wir konnten beim Wiederaufbau auf den bestehenden Fundamenten aufbauen und gleichzeitig die Raumaufteilung und die technische Ausstattung weiterentwickeln.“ Auch Sportstadträtin Barbara Röser sieht in der Fertigstellung ein wichtiges Signal für den Vereinssport: „Eine gute Sportinfrastruktur schafft die Voraussetzungen dafür, dass Vereine ihre Arbeit langfristig leisten können.“ Das gelte besonders für die vielen Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig auf der Anlage trainieren würden.

Normalität genießen
Für Ritter ist die Eröffnung jedenfalls ein besonderer Moment. „Wir sind mit dem Provisorium irgendwann an eine Grenze gekommen, an der es schwierig geworden wäre. Deshalb sind wir jetzt alle froh, dass diese Zeit vorbei ist.“ Das Eröffnungswochenende werde daher für den gesamten Verein zu einem großen Fest: „Nach dieser langen und schwierigen Phase können wir endlich wieder in unser Klubheim zurückkehren und ein Stück Normalität genießen.“