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“Masters of Dirt” Bludenz: “Umso schöner, für Ildinas Herzensprojekt”

14.09.2026 • 12:41 Uhr
"Masters of Dirt" Bludenz: "Umso schöner, für Ildinas Herzensprojekt"
Große Anerkennung für die ganze Region zollte Georg Fechter, Gründer und Mastermind hinter “Masters of Dirt”. MOD, Moesslacher

2715 Gäste erlebten am Samstag einen umjubelten Einstand der Freestyle-Show in Bludenz – ein rührendes Zeichen für Zusammenhalt angesichts der tragischen Ausgangslage.

Einen Nachmittag im Zeichen des Freestyle-Sports erlebte das Publikum am vergangenen Samstag bei der Premiere von „Masters of Dirt“ in der Alpenstadt. Einmal mehr bewies die Freestyle-Community Zusammenhalt angesichts des tragischen Verlusts, den Organisatorin Ildina Ortner erleiden musste. Ihr Ehemann, ihr Sohn und ein gemeinsamer Freund mussten bei einem schrecklichen Badeunfall an der Ill ihr Leben lassen. In Form einer Trauerminute und einer zutiefst berührenden Rede von “Masters of Dirt”-Gründer Georg Fechter wurde der Verstorbenen gedacht.

"Masters of Dirt" Bludenz: "Umso schöner, für Ildinas Herzensprojekt"
Veranstalterin Ildina Ortner und Co-Organisator Svetko Baltic. Hartinger

„Ich bin einfach überwältigt. Die Begeisterung in den Gesichtern der Besucherinnen und Besucher – vor allem bei den Kids – und diese unglaubliche Stimmung vor Ort waren für mich etwas ganz Besonderes. Das zeigt mir, dass wir als Veranstalter einfach gerockt haben, und gibt mir gleichzeitig unglaublich viel Kraft, weiterzumachen. Natürlich war die Veranstaltung für uns alle auch sehr emotional – aber genau deshalb hat man diesen besonderen Spirit vor Ort einfach gespürt“, zeigt sich Veranstalterin Ildina Ortner gegenüber der NEUE sichtlich gerührt vom Erfolg des Bludenzers Events.

Thomas Ohlsson
Thomas Ohlsson auf seinem Schneemobil. Moesslacher

Jede Menge „Ländle-Power“

Besonderer Dank gebühre laut Ortner auch der zahlreichen Helfer in Bludenz: „Selbst die ‚Masters-of-Dirt-Crew‘ war begeistert, wie schnell und reibungslos der Aufbau funktioniert hat – sie haben es kurzerhand ‚Ländle Power‘ genannt. Ohne sie Crew wäre das so nicht möglich gewesen.“

Fuel Girls
Die “Fuel Girls” heizten dem Publikum ein. Moesslacher

2715 Gäste erlebten so einen unvergesslichen Einstand für den Tourstopp der wagemutigen Athleten und Athletinnen in Bludenz. Und geben damit eine erstklassige Empfehlung für weitere Besuche der „Masters of Dirt“ in Vorarlberg.

Crowd
Fast 3000 Besucher in der Arena Unterstein. Moesslacher

MOD-Mastermind Georg Fechter im Interview:
„Umso schöner, für Ildinas Herzensprojekt“

Georg Fechter, Gründervater von Masters of Dirt, im Gespräch über die gelungene Premiere und den Zusammenhalt in der Freestyle-Community angsichts der tragischen Vorereignisse.

NEUE Vorarlberger Tageszeitung: Masters of Dirt feierte Vorarlberg-Premiere. Was sind Ihre ersten Eindrücke von Bludenz, auch nach der tragischen Ausgangslage?

Georg Fechter: Wie schon bei meiner Rede gesagt: Hier fühlt es sich heimelig an. Hier ist der Kasten Bier noch eine Währung und die Leute helfen zusammen. So kann man in einer kleinen Stadt so ein Event auf die Beine stellen. Das wäre sonst nicht möglich, wenn nicht jeder mithelfen würde. Wir sind innerlich natürlich zerbrochen von dem, was passiert ist. Es trifft uns alle sehr. Dass Ildina ihr Herzensprojekt jetzt trotzdem durchgezogen hat, war umso schöner. Der liebe Gott hat uns auch das schöne Wetter geschickt und trotz des Windes ist nichts passiert. Wir kommen gern wieder. Das ist echt ein cooles Grätzl, wie man in Wien sagt. 

Dawid Godziek_Ivan Alexis Galdames Salazar
Dawid Godziek und Ivan Alexis Galdames Salazar auf ihren Bikes. Moesslacher

NEUE Vorarlberger Tageszeitung: Im Freestyle geht es immer wieder darum, nach Niederlagen aufzustehen und weiterzumachen. Hat man hier genau diesen Zusammenhalt gespürt?

Fechter: Es ist im Freestyle-Sport wie im Leben. Man fällt hin und muss wieder aufstehen, sich abputzen und vorausschauen. Freestyle kennt keine Grenzen. Das Miteinander ist wichtig. Das braucht die so vergiftete Welt einfach immer mehr. Wir halten immer zusammen. Es ist bei uns wirklich ein Familienaspekt. Ich glaube, deswegen haben wir es auch so weit geschafft. Masters of Dirt gibt es ja seit 2003.

Crowd
Der Blick von oben. Moesslacher

NEUE Vorarlberger Tageszeitung: Welche Rolle soll der Austragungsort Bludenz künftig in Ihrem Kalender spielen?

Fechter: Eine große! Und hoffentlich vielleicht irgendwann auch Las Vegas. Wir geben nicht auf. Aber wir werden natürlich auch Bludenz im Kalender nicht vergessen. Wenn wir hier weiter willkommen sind, was ich schwer annehme, sind wir auf jeden Fall mit noch mehr Highlights dabei.

Samuel Fernbach
Samuel Fernbach mit satter Airtime. Moesslacher

NEUE Vorarlberger Tageszeitung: Masters of Dirt ist vorwiegend als Indoor-Show bekannt. Was macht eine Veranstaltung unter freiem Himmel schwieriger?

Fechter: Der Hauptgegner ist der Wind. Wenn man zwölf bis 14 Meter hoch fliegt, teilweise mit Schneemobilen, die einfach viel Angriffsfläche für den Wind haben, oder mit den Bikes, die trotz der Rotation der Räder eigentlich relativ stabil fliegen, ist der Wind das größte Problem. In der Halle, so wie in Innsbruck zum Beispiel, hast du einfach einen wahnsinnigen Hexenkessel. 

Matyas Novotny
Matyas Novotny mit einer Whip. Moesslacher

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(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)