Freiheit ist auch eine ökonomische Frage

Mit dem Titel “Her Own Money” zeigt Künstlerin Katja Berger ihre neue Ausstellung in der Galerie Janschek in Bregenz.
Bregenz. Künstlerin Katja Berger präsentiert in der Galerie Silvia Janschek ihre neuen Werke. Unter dem Titel “Her Own Money” rückt die Wiener Künstlerin eine der grundlegendsten Voraussetzungen weiblicher Selbstbestimmung in den Mittelpunkt: das eigene Geld. Darüber zu verfügen bedeutet Abhängigkeiten verlassen zu können, Möglichkeiten wahrzunehmen und das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. In den neuen Gemälden steht Geld deshalb für Handlungsmacht. Hände halten es, zählen, greifen danach, geben weiter oder behalten. Figuren begegnen einander in Situationen, in denen Besitz und Beziehung, Nähe und Unabhängigkeit miteinander verwoben sind. Hinter der formalen Ruhe der Bilder stehen elementare Fragen: Wer besitzt? Wer entscheidet? Wer ist auf wen angewiesen? Ökonomische Abhängigkeit bedeutete deshalb immer auch persönliche und gesellschaftliche Abhängigkeit. Die Frau steht im Zentrum von Katja Bergers künstlerischer Arbeit. Immer wieder richtet sie den Blick auf weibliche Figuren, auf ihre Beziehungen zueinander und auf ihre Position in der Welt. Frauen begegnen einander, beobachten sich, berühren sich, spiegeln sich – Nähe und Distanz, Verbundenheit und Abgrenzung. Die Geschichte weiblicher Emanzipation ist untrennbar mit der Geschichte des Zugangs zu Arbeit, Einkommen und Eigentum verbunden. Galeristin Sylvia Janschek sowie Künstlerin Katja Berger freuten sich über viele Besucher, unter ihnen Gerard und Gabriele Hann, Monika Heidegger, Margret Broger, Benjamin Mann, Alexander Truschnegg, Verena Maier und Patricia Köpfle.
Yasmin Ritter (NEUE Vorarlberger Tageszeitung)







