Allgemein

Neuer Standort für Maschinenring

09.09.2020 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der gelbe Punkt markiert das Grundstück, wo der Maschinenring Oberland sein neues Betriebsgebäude errichten möchte.<span class="copyright"> Vobis</span>
Der gelbe Punkt markiert das Grundstück, wo der Maschinenring Oberland sein neues Betriebsgebäude errichten möchte. Vobis

2000 Quadratmeter müssen aus Landesgrünzone genommen werden.

Der Maschinenring Oberlandbeabsichtigt die Errichtung eines neuen Betriebsgebäudes in Bludesch. Wie Geschäftsführer German Nigsch im wpa-Gespräch erklärte, hänge dieses Vorhaben vor allem damit zusammen, dass man am bestehenden Standort in Bludesch seit einiger Zeit mit deutlichem Platzmangel kämpfe. Deshalb seien derzeit auch mehrere externe Lagerstandorte angemietet, um dem Problem Herr zu werden. “Zukünftig würden wir gerne alles an einem zentralen Standort abwickeln, da es sich so auch effizienter arbeiten lässt”, so Nigsch.

Herausnahme aus der Landesgrünzone notwendig

Vorgesehen wäre der Neubau in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Bludesch-Gais. Die dafür notwendigen rund 2.000 Quadratmeter Fläche sind derzeit allerdings noch Teil der Landesgrünzone. Auf Anregung der Gemeinde Bludesch ist deshalb gegenwärtig beim Land Vorarlberg ein Auflage- und Anhörungsverfahren für eine Herausnahme des Grundstückes am Laufen, damit es danach umgewidmet werden kann. Aus raumplanerischer Sicht bestehe gegen die Herausnahme dieser Flächen bei gleichzeitiger Kompensation kein Einwand, heißt es im vorliegenden Erläuterungsbericht. Das besagte Grundstück liege verkehrstechnisch günstig direkt an der Straße und sei von bereits gewidmeten Flächen umschlossen. 

Mehr als eine Million Euro wird investiert

Nigsch sagte, dass man beim Land Vorarlberg einen Vorentwurf für den Neubau vorgelegt habe, da man für die Detailplanungen den positiven Abschluss des Raumplanungsverfahrens abwarten wolle. Gibt es grünes Licht, so soll ein Gebäude für zwölf Mitarbeiter entstehen, das zudem größere Lager- und Werkstattflächen sowie Flächen für den Mietfuhrpark beinhaltet. Das Investitionsvolumen liege jedenfalls bei deutlich mehr als einer Million Euro. Im besten Fall könnte man noch 2021 mit dem Bau starten, sagte Nigsch. Das Grundstück samt Gebäude befände sich dann im Eigentum des Maschinenrings.

Bis zu 200 Mitarbeiter im Oberland angestellt

Beim Maschinenring Oberland in Bludesch arbeiten derzeit acht Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Büro. Dazu kommen noch einmal bis zu 200 Mitarbeiter, die entweder das ganze Jahr über oder für mehrere Monate beim Maschinenring Oberland angestellt sind. Zumeist handelt es sich dabei um Landwirte, die als Maschinenring dann Arbeiten wie Winterdienste, Grünraumdienste, Baumpflege oder Forstarbeiten übernehmen. 

Drei Standorte in Vorarlberg

Der österreichweit tätige Maschinenring hat allein in Vorarlberg drei Standorte in Bludesch, Hohenems und Andelsbuch. Die Ursprungsidee des Maschinenringes war vor allem die gemeinsame Nutzung von teuren landwirtschaftlichen Geräten, die dadurch nicht jeder Landwirt selbst anschaffen muss. Neben diesem Maschinenverleih gibt es mittlerweile eine Reihe weiterer Angebote wie diverse Servicedienstleistungen und einen Personalverleih für bestimmte Arbeiten.

Günther Bitschnau/wpa

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.