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Brände um 20 Prozent gestiegen

15.06.2021 • 20:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Brand in Krumbach im Jahr 2020. <span class="copyright">NEUE Archiv</span>
Brand in Krumbach im Jahr 2020. NEUE Archiv

Feuerwehr musste öfters zu Einsätzen in Häusern und Wohnungen.

1535 Brandeinsätze zählte die Brandverhütungsstelle im Jahr 2020. Bei 295 Einsätzen handelte es sich um Gebäudebrände, darüber hinaus gab es 35 Rauchfangbrände. 1209 Brände fallen unter „Sonstige“, das sind unter anderem Wald-, Wiesen-, Müll- und Kfz-Brände.
22,7 Millionen Euro beträgt die Brandschadenssumme im Berichtsjahr 2020. Der größte Schaden (4,2 Millionen Euro) war bei der Explosion in der Dornbirner Ausweichschule im Oktober 2020 entstanden.

Bereits das dritte Jahr in Folge sind in Vorarlberg bei Gebäudebränden keine Toten zu beklagen. Das geht aus der aktuellen Statistik der Brandverhütungsstelle des Landes Vorarlberg für das Jahr 2020 hervor, welche am Dienstag von Geschäftsführer Ralph Pezzey veröffentlicht worden ist. Gemäß seinen Angaben erlitten indes 39 Personen – hauptsächlich bei Bränden in Wohngebäuden – unterschiedlich schwere Verletzungen. Im mehrjährigen Beobachtungszeitraum sind diese Verletzungen zu 70 Prozent auf Rauchgasvergiftungen und zu 15 Prozent auf Verbrennungen zurückzuführen. Insgesamt rückten die Feuerwehren im vergangenen Jahr zu 295 Gebäudebränden aus. 1535 Brandeinsätze waren es insgesamt, dazu zählen etwa auch brennende Papiercontainer oder Autos, die in Flammen aufgingen.

Der Großteil der Gebäudebrände entfällt gemäß Statistik auf Wohnobjekte (159). Im Jahr 2019 verzeichnete die Brandverhütungsstelle in diesem Bereich noch 132 Einsätze, was eine Steigerung von 20 Prozent bedeutet. Der Umstand, dass sich die Menschen im Corona-Jahr deutlich mehr zu Hause aufhielten, führte demzufolge zu „keiner massiven Steigerung“, wie Pezzey auf NEUE-Anfrage mitteilte. Ob die Steigerung direkt auf die Lockdown-Situationen im vergangenen Jahr zurückzuführen seien, könne man allerdings nicht sagen. Neben den Bränden in Wohnobjekten kam es zu 88 Ereignissen in gewerblichen bzw. industriellen Gebäuden, in 13 öffentlichen Gebäuden, in zwölf Landwirtschaftsgebäuden sowie in sechs Krankenhäusern bzw. Altenheimen. Bei den meisten Gebäudebränden (47 Prozent) entstand laut Statistik nur geringer Schaden, knapp jeder vierte Brand war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht.

Die Gesamtschadenssumme beträgt im Berichtsjahr 22,7 Millionen Euro und liegt somit etwas über dem zehnjährigen Durchschnitt. Der größte Schaden war bei der Explosion in der Dornbirner Ausweichschule im Oktober 2020 entstanden. Die Stadt bezifferte den entstandenen Schaden mit 4,6 Millionen Euro.

Die – laut Brandverhütungsstelle – „positive“ Bilanz führt Geschäftsführer Pezzey in ers­ter Linie auf die Montage von Rauchwarnmeldern in Wohnbereichen und die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft der Vorarlberger Feuerwehren zurück. So konnten die Einsatzkräfte 94 vom Feuer eingeschlossene und zum Teil bereits verletzte Personen aus Gebäuden retten.

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