Uraufführung: „Endlich ein Ende von all dem Leid“

Am Samstag feierte „Carl Lampert – das erste Gebet“ am Vorarlberger Landestheater Uraufführung. Im Mittelpunkt steht ein Priester, der sich dem NS-Regime widersetzte und seinen Überzeugungen treu blieb.
Im Vorarlberger Landestheater wurde Samstagabend die Uraufführung von „Carl Lampert – das erste Gebet“ gezeigt. Es ist die Geschichte eines 1894 in Göfis geborenen Priesters, der sich selbst in höchster Lebensgefahr weigerte, seine Überzeugung zu verraten. Nico Raschner als Carl in der Hauptrolle zeigte die innere Zerrissenheit, die Momente des Zweifelns und die Entschlossenheit eines Mannes, der nicht bereit war, Unrecht hinzunehmen.

Mit Sorge nahm Carl Lampert wahr, was mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich geschah. Er schwieg nicht, sondern bezog Stellung gegen das Regime. Die Gestapo machte ihm Angebote, seinem Gott zu entsagen und ein bürgerliches Leben zu führen, aber Lampert blieb unbeugsam. Er wurde nach Dachau und Sachsenhausen deportiert. Das Urteil seines Schauprozesses war der Tod durch das Fallbeil. 1944 wurde Carl Lampert in Halle hingerichtet.

In der Regie von Hermann Weiskopf spielte ein hervorragendes Ensemble mit Nico Raschner, Stefan Pohl, Paula Futscher, Josepha Yen, Sebastian Reusse und Rebecca Hammermüller. Die Premierenbesucher, darunter Gerichtsvikar Walter Juen, Bischofsvikar Rudl Bischof, Meinrad Pichler, Claudia Voigt, Daniela Egger, Gerald Futscher, Helmut Kuess, Monika Wagner, Markus Barnay, Susanne Wolf, Martin Fenkart und Michael Kasper, waren begeistert von einer sehr berührenden Aufführung.
Jasmin Ritter





