Im Land des Leoparden

Die Künstlerin Bianca Tschaikner zeigt in der Galerie Sylvia Janschek ihre Werke.
Galeristin Sylvia Janschek lud am Samstag zur Ausstellung „Land des Leoparden“ mit neuen Arbeiten der Künstlerin Bianca Tschaikner.
Gezeigt wird eine Serie von Malerei auf Papier aus Japan und Korea sowie Porzellanobjekte.
Die Arbeiten entstanden im Sommer 2024 in einem Olivenhain in den toskanischen Hügeln, einem Ort, der so abgelegen ist, dass der Postbote die Papierlieferung verweigerte. Die lichte Welt der sanften Hügel Palaias birgt Dunkles: Geisterdörfer, ein verwunschenes Kastell und ein unaufgeklärter Mord. In der alten Villa soll es spuken, im Wald will jemand ein Einhorn gesichtet haben. Das Papier wird zur Projektionsfläche für die Geschichten einer mythologischen Landschaft, die Pigmente sind aus Florenz, die Farben sind Ultramarin und Zinnober. Aber noch ist er Imagination: Der goldene Leopard, uralt und lebendig, webt sich langsam ein in die Bilderwelt Palaias und führt aus ihr wieder hinaus. Mit ihm taucht die Palme auf und wird zu einer Metapher der Sehnsucht nach der Insel im Süden. Das Land des Leoparden ist ein Bilderraum, der die Erkundung eines Anderswo nachzeichnet, die halb Erinnerung, halb Evokation ist. Der Leopard wird zur Kartografierung eines Landes, dessen Wirklichkeit sich aus der Fantasie speist.

Unter den Vernissage-Gästen waren die Künstler Gernot Riedmann und Maximilian Fohn, Fotografin Alexandra Serra, Carmen Tagwerker, die chinesische Künstlerin Rongshang Bai, Sanou Pircher, Michael Stecher, Claudia Ludescher, Jörg Allgaier, Ulrike Janschek, Samuel Moska, Martin Ösch und Regina, Barbara Mühlbacher und Marlies Stachowitz.





