Wenn gestalterische Funken sprühen

Mit Kreativität und Leidenschaft gestaltet Christina Zwischenbrugger Marken, die bleiben.
Ein Höhepunkt ihrer Kindheit, an den Christina Zwischenbrugger sich sehr gerne zurückerinnert, ist die Zeichentrickserie im Fernsehen „Wickie und die starken Männer“. Ihr ist noch präsent, wie Wickie immer seine Nase rieb, mit den Fingern schnippte, bis Funken stoben, und rief: „Ich hab’s, eine Idee!“, um seine Crew durch Ideen statt Muskelkraft zu retten. „Als Kind dachte ich: ,Wenn ich groß bin, will ich auch so tolle Ideen haben!’“ Die Wickingercrew sind heute ihre Kunden, von Start-ups bis zu großen Unternehmen, und ihre Ideen haben mehr mit Design, Markenentwicklung und Geschäftsausstattungen zu tun als mit Wind und Wikingerschiffen. Aber Ideen braucht es hier wie da – die hat die Inhaberin von „Instantidee“, und auch deren Umsetzung. Seit 21 Jahren ist sie unter diesem Label als Grafikdesignerin selbstständig. Als Kind hatte sie sogar dieselbe Frisur wie der Comicjunge, erzählt die 51-Jährige gut gelaunt. Sie sitzt in ihrem modernen Büro mit der charakteristischen, raumgreifenden Wand in Wolfurt und erzählt.

Kalligrafie
Ihre Expertise hat sie sich lebenslang aufgebaut, sagt sie. Als Kind hat sie viel gezeichnet und in der Natur Details beobachtet. Als Jugendliche hat sie dann mit verschiedenen Designprogrammen am Computer experimentiert, ein Interesse, das ihr bis heute geblieben ist: Ab und zu arbeitet sie mit KI, allerdings nur als Anregung, die einiges an Zeit braucht, um sich nahtlos in ihre Designidee und deren Umsetzung einzufügen. „Schon früh hat mich interessiert, wie Ideen Formen annehmen. Wir hatten Maler in der Verwandtschaft, und eine Tante erwähnte, dass es auch den Beruf des Grafikdesigners gibt. Das hat mich nicht mehr losgelassen.“ Sie ließ sich in Biberach in einer Corporate-Design-Agentur und in Ulm an der Berufsschule zur Druckvorlagenherstellerin ausbilden. Aus dieser Zeit stammt ihre Vorliebe für Tusche, denn damals hat sie regelmäßig Logos mit Tusche nachgezeichnet. Heute gibt sie Kalligrafiekurse in ihrer Agentur und an Volkshochschulen, unter anderem in Bregenz.
Den Bereich Corporate Identity mit dazugehörigem Corporate Design, also dem Entwerfen der Drucksachen, hat sie dann in einigen Agenturen und mit Weiterbildungen vertieft. Stolz ist sie auf ihre drei Design-Awards: den Yellow-Addy-Award von 2007 und die beiden German Design Awards von 2017. Sie zeigen, dass Zwischenbrugger Ideen hat, die ankommen – nicht nur bei ihren Kunden und deren Zielgruppen. Den Award 2007 hat ihr Kunde „Ländleumzug“ eingereicht – sie wusste gar nichts davon. Eines Tages bekam sie folgenden Anruf: „Fährst du nach Salzburg, um unseren Award abzuholen? Ich bin leider verhindert!“ Ein schöner Anlass, beinahe vom Stuhl zu kippen. Heute stehen die Auszeichnungen in ihrem Büro und erzählen ihre Erfolgsgeschichten.

Vielfältig
Erfolgsgeschichten hat die Grafikdesignerin noch mehr auf Lager. Zum Beispiel die: Sie ging mit einem ihrer Söhne in Wolfurt bei der Kolibri-Eismanufaktur ein Eis holen und fragte deren Inhaberin nebenbei: „Brauchst du ein Logo, dann meld dich doch bei mir!“ Keine zwei Wochen später klingelte das Telefon, und die beiden vereinbarten eine Zusammenarbeit. Die Eisbecher von Kolibri hat danach die Wahl-Wolfurterin entworfen.
Bei ihrer Arbeit mit Papier kommen auch Prägungen, Stanzungen und Heißfolie zum Einsatz. Ihre Arbeitsgebiete sind vielfältig: Sie gestaltet Konzepte, begleitet Prozesse, berät und setzt Designprojekte um. Dabei geht es um Strategie, Gestaltung, Kommunikation, Design, Layout und auffällige Lösungen, die genau auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden abgestimmt sind und in Erinnerung bleiben. Sie entwickelt Hochzeits-, Geburts-, Geburtstags- und weitere Privatpapeterien und illustriert diese. Auch Gebrauchsgrafik, Beschilderungen, Autobeklebungen, Satzarbeiten und Änderungen an bestehenden Designs gehören zu Christina Zwischenbruggers Berufsalltag. Marken, die sie entwickelt hat, lässt sie beim österreichischen, deutschen, liechtensteinischen oder schweizerischen Patentamt eintragen.

Homepage
Zu einem neuen Firmenauftritt gehört aber auch eine Homepage. Sie ist wichtig, um im Netz gefunden zu werden und entscheidend für den ersten Eindruck. Die Grafikdesignerin bietet drei Grundpakete an: den kompakten Onepager, der optisch ansprechend und klar daherkommt und nur die Adresse und die wichtigsten Infos auf einer Seite zum Scrollen bereithält. Außerdem die klassische Homepage mit mehreren Unterseiten, die Raum für verschiedene Aspekte in größerer Ausführlichkeit geben. Die erweiterte Homepage schließlich enthält darüber hinaus Features, die aufwändiger zu programmieren sind, wie Webshops oder mehrere Sprachen.
Die Herangehensweise der Grafikerin ist dabei stets ähnlich: Sie sucht die Geschichte hinter dem Unternehmen, das es ins rechte Licht zu rücken gilt. „Wir erzählen dabei keine Märchen. Wir erfinden nicht, wir finden“, sagt Christina Zwischenbrugger. Dass das gut ankommt, bestätigen ihr auch ihre Kundinnen und Kunden: „Sie sagen, dass ich Klarheit und Strukturen schaffe und Raum für ihre Weiterentwicklung lasse.“ Eine Herangehensweise, die nach wie vor Funken sprühen lässt.
Kontakt
Instantidee
Christina Zwischenbrugger
Tel: 0664/9546316
E-Mail: info@instantidee.at
Web: www.instantidee.at