Die Musik gegen das Vergessen

Andrea steht vor dem Grab ihres Vaters Antonio und spielt Dudelsack: „So klingt das Leben“.
Andreas Vater war Kapitän jenes Fischerboots, dessen Untergang vor zwei Jahren nur zwei von neun Besatzungsmitgliedern überlebten. Mit den Klängen hält sie die Erinnerung an ihn wach – und gibt einer Trauer Ausdruck, die das ganze Dorf erfasst hat. Ein warmherziger Film über Trauer, Gemeinschaft und die heilende Kraft der Musik. Mit dem Tod Antonios verstummte auch die Rondalla, die traditionelle Musikgruppe von A Guarda mit Fahnenträgern sowie Zupf- und Perkussionsinstrumenten. Wo einst gemeinsam musiziert wurde, herrscht seit dem Schiffsunglück Schweigen – als hätte das Dorf an der galicischen Küste mit seinem Chorleiter auch seine Stimme verloren.
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Gemeinschaft
Erst als Antonios langjähriger Freund und Krabbenfänger Luis, einer der beiden Überlebenden, den Mut fasst, die Rondalla wiederzubeleben und das Dorf auf einen Wettbewerb vorzubereiten, beginnt sich die Starre zu lösen. Unterstützung erhält er von Carmen, Antonios Witwe, mit der er eine heimliche Beziehung führt. Was zunächst wie ein aussichtsloses Unterfangen wirkt, entwickelt sich nach und nach zu einem behutsamen Prozess der Annäherung und des gemeinsamen Neuanfangs. Der Regisseur Arévalo erzählt nicht nur von individueller Trauer, sondern auch, wie Gemeinschaft Menschen wieder Hoffnung schenken kann. Die Rondalla wird dabei zum Sinnbild für Zusammenhalt, Versöhnung und den Mut, trotz schmerzlicher Erinnerungen nach vorn zu blicken. Neben der kollektiven Verarbeitung der Trauer greift der Film auch Generationenkonflikte, familiäre Spannungen, Umweltfragen sowie einen angedeuteten Krimisubplot rund um das Schiffsunglück. Humor und Drama halten sich dabei meist die Waage, auch wenn die melancholische Seite überwiegt. „So klingt das Leben“ ist ein warmherziger Film über Trauer, Gemeinschaft und die Möglichkeit eines Neuanfangs.




