Zukunftsgrün: Vier Vorarlberger Gemeinden setzen auf mehr Grün

Ein spielerischer Wettbewerb macht Kommunen grüner, kühler und lebenswerter.
Mehr Grün in Städten und Gemeinden fördert Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner, sichert die Biodiversität, schützt das Klima und hilft bei der Anpassung an den Klimawandel. Das Interreg Projekt „Zukunftsgrün – Spiel ohne Grenzen“ unterstützt und motiviert Kommunen bei der Umsetzung von Projekten von der Erstellung von Hitzekarten bis hin zu Maßnahmen für mehr Biodiversität. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Einbeziehung der Bevölkerung. „Wenn Grün in die Stadt kommt, dann muss es so sein, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner damit wohlfühlen – man muss die Projekte mit den Menschen machen“, erklärt Katrin Löning von der pulswerk GmbH.

„Wenn Grün in die Stadt kommt, dann muss es so sein, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner damit wohlfühlen – man muss die Projekte mit den Menschen machen.“
Katrin Löning, pulswerk GmbH
13 Kommunen sammeln Punkte für mehr grün
13 Kommunen aus dem Interregio Gebiet Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein treten in einem spielerischen Wettbewerb gegeneinander an und sammeln durch das Umsetzen unterschiedlicher Projekte Punkte. Gleichzeitig stellt das Projekt Workshops, Exkursionen und Werkzeuge für Umsetzung und Monitoring bereit und fördert den Austausch zwischen den Beteiligten. Aus Vorarlberg nehmen Hohenems, Koblach, Lauterach und Rankweil teil. Wie vielfältig die Projekte für mehr Grün und Lebensqualität sind, zeigen einzelne Beispiele aus den Kommunen.

Der Stadt Hohenems ist das Thema Biodiversität und Artenvielfalt ein großes Anliegen. Bürgermeister Dieter Egger erläutert: „Wir sehen das Thema intakte Umwelt als wichtigen Parameter für Lebensqualität. Das Projekt ermöglicht es, die Menschen auf spielerische Art und Weise für das Thema zu begeistern, es erlebbar zu machen und sie zum Mitmachen zu animieren.“ Mehr Bäume, naturnah gestaltete öffentliche Flächen sowie das Anlegen von Schmetterlingswiesen seitens der Stadt gehören ebenso dazu wie das Mitmachen der Bevölkerung. Beim neuen Rathaus setzte die Stadt auf einen Holzbau aus regionalem Fichtenholz mit wiederverwendbaren Bauteilen.

Rankweil: Bäume statt Asphalt
Ein gelungenes Projekt aus Rankweil ist die Neugestaltung und Entsiegelung des Parks bei der Häusle-Villa. Unter dem Motto „Bäume statt Asphalt“ wurden ein Springbrunnen installiert, Bäume gepflanzt und Grünflächen angelegt, die zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Aus einer wenig genutzten Fläche entstand ein Ort der Begegnung. Das Regenwasser wird gemeinsam mit dem Wasser des Brunnens gesammelt und wiederverwendet.

Lauterach engagiert sich bereits seit 2018 mit der Initiative “Essbares Lauterach“ für mehr Grün in der Gemeinde. In Zusammenarbeit der Marktgemeinde Lauterach, dem Obst- und Gartenbauverein, der Lebenshilfe und der Offenen Jugendarbeit Vorarlberg wurden dabei öffentliche Flächen in Orte verwandelt, an denen Gartentreffs stattfinden. An mittlerweile fünf Orten wird gemeinsam gepflanzt, gepflegt und gegessen.
Koblach sucht Lösungen gegen die Sommerhitze
In Koblach stand unter dem Titel „Genug Abkühlung für alle“ die zunehmende Sommerhitze im Vordergrund. Beim österreichweiten Hitzeaktionstag 2026 suchten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam nach Lösungen für besonders heiße Bereiche des Ortszentrums. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum auch für sensible Gruppen zu erhöhen und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerung abzumindern.

Die Schlussveranstaltung findet am 24. September 2026 in Hohenems statt. Auf dem Programm stehen Impulsvorträge, die Vorstellung der Projekte sowie die Siegerehrung mit der Verleihung der “grünen Holda”. 2027 startet das Spiel in eine neue Runde. Es sind alle Gemeinden eingeladen, mitzumachen und vom gegenseitigen Austausch zu profitieren.
Christine Moosmann-Hämmerle
Zukunftsgrün – Spiel ohne Grenzen
Zukunftsgrün – Spiel ohne Grenzen unterstützt Gemeinden dabei, ihre Orte grüner, kühler und lebenswerter zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen für mehr Biodiversität, Klimaanpassung und Lebensqualität sowie die aktive Einbindung der Bevölkerung.
Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter:
https://zukunftsgruen.org/
Die öffentliche Schlussveranstaltung findet am 24. September 2026 in Hohenems statt. Interessierte können kostenlos teilnehmen, die Anmeldungsinformationen sind hier zu finden:
https://zukunftsgruenspiel.info/finale-ohne-grenzen