Inklusives Versteckspiel

Zwei Juwelendiebe schmuggeln sich auf der Flucht vor der Polizei in eine Reisegruppe junger Menschen mit Behinderungen und landen im Feriencamp in den bayerischen Alpen.
Es ist die Neuauflage der französischen Komödie „Was ist schon normal?“, die in Frankreich 2024 binnen vier Monaten mehr als zehn Mio. Menschen ins Kino lockte. Die von Marc Rothemund inszenierte Komödie versprüht gute Laune und ist rasant erzählt. Karlo hat mit seinem Sohn Alex soeben einen Juwelierladen überfallen. Als sie vor der Polizei fliehen, passieren sie auch eine Jugendgruppe vor einem Reisebus.
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Große Gefühle
Die Betreuerin Polly hält Alex für den noch fehlenden Otto und Vater und Sohn erkennen: Das ist ihre Chance, schnell wegzukommen. Sie klären die Verwechslung nicht auf, steigen in den Bus und kurz darauf geht es auch schon los. Es wird eine Reise ins Abenteuer für Karlo und Alex. Denn ihre Mitreisenden lassen sich nichts vormachen und sind feine Beobachter, so etwa Charlie, wie sein Darsteller Frangiskos Kakoulakis mit Downsyndrom. „Du bist nicht behindert“, entlarvt er den falschen Otto eines Abends. Doch weil er Alex nett findet, will er ihm helfen und gibt ihm eine Lehrstunde. „Du spielst nicht gut den Behinderten. Zu viele Muskeln, zu viel verkrampft, bisschen cooler, bisschen Halligalli, bisschen Bewegung“, rät er seinem neuen Freund. „Das gewisse Etwas“ wartet mit vergnüglichen Dialogen und Wortwitz auf, aber auch tieferen, teilweise philosophischen Einblicken und Gefühlen. Die Komödie zeigt eine Welt, die viele nicht kennen – weil behinderte Menschen oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Doch von irgendwas groß behindern lässt sich hier niemand. Stattdessen packen alle ihr Leben an, mit all den Freuden, Ängsten, Sorgen, Vorlieben, Abneigungen und Gefühlen. Der Film lässt immer wieder das Herz aufgehen und Weg mit Vorurteilen.




