US-Polizisten erschießen beinamputierten Afroamerikaner

Ein in den sozialen Medien gepostetes Video zeigt, wie Lowe aus einem Rollstuhl steigt und sich von den beiden bewaffneten Beamten entfernt – daraufhin fallen tödliche Schüsse.
Erst jüngst haben bei einer Trauerfeier in Memphis Hunderte Menschen Abschied von dem von US-Polizisten zu Tode geprügelten Afroamerikaner Tyre Nichols genommen. In der vergangenen Woche waren fünf nach dem Vorfall entlassene Polizisten deshalb wegen Mordes zweiten Grades angeklagt worden. Jetzt gibt es einen neuen Fall tödlicher Polizeigewalt: In Los Angeles erschossen Polizisten einen afroamerikanischen Rollstuhlfahrer, der beidbeinig amputiert war.
Video von Zeugen gefilmt
Anthony Lowe war am 26. Jänner von zwei Polizisten auf einem Gehsteig in Huntington Park, Kalifornien, als Verdächtiger einer von einem Anrufer gemeldeten Messerstecherei angesprochen worden. Ein nun in den sozialen Medien gepostetes, von einem Zeugen mit einem Handy gefilmtes Video zeigt, wie Lowe aus einem Rollstuhl steigt und sich von den beiden bewaffneten Beamten entfernt.
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Die Polizisten folgen dem 36-jährigen Lowe, der mit einem langen Messer bewaffnet zu sein scheint. Schließlich ziehen die Beamten die Waffe und feuern mehrfach – der tödliche Schuss selbst ist im Video nicht zu sehen. Das Huntington Park Police Department hat den Vorfall in einer Erklärung bestätigt.