Ein Wanderweg durch die geschichtsträchtige Bergwelt Gaschurns

Wanderführer Hertha Glück und Gerhard Vylet wandern rund um Gaschurn und erfreuen sich an geschichtsträchtigen Orten.
Dem wechselvollen Wetter der letzten Tage entsprechend, ist diese Wanderung ob mit oder ohne Schnee sehr zu empfehlen. Gaschurn im hinteren Montafon, der sogenannten Innerfratte gelegen, wird bei dieser gemütlichen Tour umrundet und erkundet. Die Winterwanderwege sind an den pinkfarbenen Markierungen gut zu erkennen.
Im Zentrum, bei der Bushaltestelle und dem Hauptwegweiser startet die Wanderung Richtung Winkel. Auf der Straße geht es mit Blick zum Grappeskopf links hinauf zur unteren Gosta. Flach führt die Straße talauswärts auf die Zamangspitze zu. Doch schon das erste Gebäude rechts, die Nummer 184, zieht die Blicke auf sich: ein denkmalgeschütztes, schön renoviertes Montafoner Haus. Über dem an der Seite zurückversetzt befindlichen Eingang ist neben einer Mariendarstellung die Jahreszahl 1709 zu sehen. Das nächste Haus mit der Nummer 186 ist ebenfalls denkmalgeschützt und wird seit der Renovierung touristisch genutzt. 1625 wurde es von Lukas Tschofen II. erbaut. Im leichten Anstieg werden weitere Bauernhäuser passiert, ehe nach dem letzten Haus der Wiesenweg übernimmt.

Über den Bach in den Wald
Bei der Brücke über den Valschavielbach angekommen, kann der Bach von der Brücke aus betrachtet oder der Waldspielplatz auf der anderen Seite im Winkel erreicht werden. Weiter geht es aber am Antonhaus vorbei, dem Valschavielbach entlang nach oben zum Waldrand und der Abzweigung Gäsställ oder Geßschärm. Hier war in früherer Zeit der Sammelpunkt für die Ziegen des Dorfes. Während der Maisäß und Alpzeit wurden diese untertags auf Ziegenweiden in unwegsamem Gelände getrieben. Abends wurden sie wieder in die kleinen Ställe gebracht, wo sie von ihren Besitzern gemolken werden konnten.
Durch die kleine Gasse der Holzhütten gelangt man am Waldrand abwärts. Auf der Obere-Gosta-Straße spaziert man bis Troja, wo der Wiesenweg beginnt, der einen über dem Dorfzentrum nach Innergosta bringt. Dabei hat man einen guten Blick auf die Pfarrkirche und die Möglichkeit ins Zentrum zu gehen. Ab dem Hotel Sonnblick ist es nicht weit zur Abzweigung Innergosta. Der Weg nach Rifa zweigt vor der Einfahrt zu einem Anwesen rechts, dem Zaun folgend zum Waldrand ab. Ein kurzer Aufstieg wird mit der Querung des Gandedauratobelbachs belohnt. Durch die Wildbachverbauung ist eine besondere Geländeform entstanden. Danach beginnt der kurze Abstieg nach Rifa. Dabei wird der Gättertobelbach überschritten, bevor man die Montafoner Straße erreicht. Auf der Brücke über die Ill, die hier mehr Bach als Fluss ist, bietet sich taleinwärts ein Blick auf den Vallüla.

Zurück zum Ziel
Rechts führt die Straße in den Ortsteil Trantrauas und zur Josefskapelle. Zwischen der Kapelle und dem Haus 61a kommt man zum Wiesenweg, der bei der Talstation der Versettlabahn in die Straße mündet.Schon bevor man beim Parkplatz angekommen ist, fällt eine kleine Kapelle auf. Nachdem man die Montafoner Straße erneut hinter sich gelassen hat, ist der Blick auf den kleinen Hügel mit dem Gotteshaus frei. Ein Abstecher zur Kapelle Maria Schnee lohnt sich allemal, denn dort befindet man sich auf geschichtsträchtigem Boden und hat einen schönen Ausblick. Zurück zur Ortsmitte gelangt man ab dort oder über den Illweg – wobei die Variante Illweg, Schulstraße, Alte Mühle und Kirchdorfstraße zum Abschluss einen sehr guten Blick auf Tanzlaube und Pfarr
