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Ein Neubau für die Pflichtschüler in Höchst

29.05.2026 • 17:02 Uhr
Ein Neubau für die Pflichtschüler in Höchst
Das Baugrundstück ist weiß umrandet. Gemeinde Höchst

Für das neue Gebäude der schulischen Betreuung sucht die Gemeinde Höchst in einem offenen Architekturwettbewerb die beste Lösung.

Architekturwettbewerbe sind dieser Tage selten geworden. Wegen knapper Kassen bei Land, Städten und Gemeinden werden viele öffentliche Bauprojekte verschoben oder ohne offenes Verfahren weiterbearbeitet. Umso bemerkenswerter ist es, wenn eine Kommune dennoch auf einen offenen Wettbewerb setzt.

Diesen Weg geht nun die Gemeinde Höchst. Die Gemeinde hat einen EU-weit bekanntgemachten Architekturwettbewerb für die neue Ganztagsbetreuung der Mittelschule Höchst und der Volksschule Kirchdorf ausgeschrieben. Gesucht wird ein Vorentwurfskonzept für einen Neubau mit Mittagstisch, Mittagsbetreuung und Nachmittagsbetreuung.


Den Grundsatzbeschluss fasste die Gemeindevertretung bereits im Februar. Bürgermeister Stefan Übelhör verwies damals auf den seit Jahren bekannten Platzbedarf. Ein Grund sei auch, dass die Gemeinde der Pfarre zugesagt habe, die derzeit genutzten Räume im Untergeschoss des Pfarrzentrums wieder zurückzugeben.

Stefan Übelhör, Bürgermeister Hard
Stefan Übelhör, Bürgermeister in Höchst.

Tendenz steigend

Der Bedarf ist aus Sicht der Gemeinde klar absehbar. Derzeit besuchen rund 340 Kinder die Mittelschule Höchst und rund 260 Kinder die Volksschule Kirchdorf, zusammen also rund 600 Schüler. In der Mittagsbetreuung seien es derzeit bis zu 80 Kinder, sagte Bürgermeister Stefan Übelhör in der Sitzung. Die Tendenz sei steigend.
Geprüft wurden mehrere Varianten, darunter eine Unterbringung in bestehenden Schulgebäuden, die Sanierung des alten Pfarrheims, eine Aufstockung der Mittelschul-Turnhalle sowie Neubauten an drei Standorten. Übrig geblieben sei, so Übelhör, „die Bestvariante, ein Neubau“.
Das gemeindeeigene Grundstück umfasst rund 1904 Quadratmeter. Auf dem Areal befindet sich auch die St. Josefskapelle, die erhalten bleiben muss und in das neue Konzept integriert werden kann. Die bestehende Garage beziehungsweise Werkstatt des Hausmeisters kann abgebrochen werden.

Kosten. Größe und Termine.

Die Gemeinde Höchst geht von rund 1091 Quadratmetern Netto-Raumfläche aus. Als technischer Kostenrahmen werden Netto-Baukosten von rund 4,98 Millionen Euro ohne Gründung genannt. In der Gemeindevertretung war im Februar von Errichtungskosten von rund 7,4 Millionen Euro inklusive Planungsleistungen und einer Reserve von rund 1,1 Millionen Euro die Rede. Die Durchführung des Wettbewerbs soll laut Gemeinde inklusive Preisgeldern maximal 230.000 Euro kosten. Die Preisgeldsumme beträgt 70.375 Euro.
Die Jury tagt am 15. und 16. Oktober dieses Jahres. Baubeginn ist im Herbst 2027 geplant, im Sommer 2029 soll der Neubau fertiggestellt sein.