33 Goldgräber in Gefängnis in Nigeria erstickt

27.10.2026 • 15:04 Uhr

Wegen untragbarer Haftbedingungen sind 33 festgenommene Goldgräber Ermittlern zufolge in einem Gefängnis in Nigeria erstickt. Der Umgang mit den Männern sei “grausam und unmenschlich” gewesen, erklärten unabhängige Ermittler am Dienstag. Gerichtsmedizinische Analysen sowie weitere Beweise belegten, dass die 33 Männer infolge “fortgesetzten Einsperrens in einer stark überfüllten und schlecht belüfteten Haftzelle bei gleichzeitigem Hitzestress und Dehydrierung” gestorben seien.

Das erklärte Ermittlungsleiter Jonathan Kure in einem Untersuchungsbericht zu dem Fall. Die Männer waren im vergangenen Monat in Minna im Zentrum Nigerias von einer paramilitärischen Einheit unter dem Verdacht illegalen Goldschürfens gefangen genommen worden. Überlebende berichteten, sie seien in eine viel zu kleine Zelle ohne ordentliche Belüftung gesperrt worden. Obwohl sie um Hilfe gerufen und gegen die Tür getrommelt hätten, hätten die Wächter über Stunden hinweg nicht reagiert.

“Grausame, unmenschliche und erniedrigenden Behandlung”

Die Haftbedingungen kämen einer “grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung” der Festgenommenen gleich, erklärten die Ermittler. Unter den Todesopfern waren demnach 14 Minderjährige. Die Todesfälle erstreckten sich demnach über elf Stunden. Wächter hätten die Hilferufe der Gefangenen ignoriert. Die Ermittler sprachen von “vermeidbaren” Todesfällen, die durch “gesetzwidrige und untragbare” Haftbedingungen verursacht wurden.

Der Tod der Goldgräber hatte wütende Proteste ausgelöst. Minna ist die Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaats Niger, der reich an Bodenschätzen ist und zahlreiche Goldgräber anzieht, die meist illegal nach dem Edelmetall suchen.