Bei Räuber in Wien ging einiges schief

Im Fall des festgenommenen Räubers, der vergangenen Freitag nach dem gescheiterten Überfall auf ein Schmuck- und Münzgeschäft in Wien-Margareten festgenommen wurde, hat die Polizei am Mittwoch weitere Details bekannt gegeben. Demnach scheiterte der 36-Jährige am Eingangs- bzw. Ausgangsmechanismus des Geschäfts, mit dem er nicht vertraut war. Dadurch verstrich einige Zeit, bis es ihm schließlich gelang, die Türe zu öffnen und er konnte so rasch festgenommen werden.
Bereits im Vorfeld ging laut Polizeisprecher Markus Dittrich ein Einbruchsdiebstahl des Mannes schief. Der Ungar stahl zuvor nämlich die Schlüsselkarte einer Reinigungskraft in einem dem späteren Tatort nahe gelegenen Hotel. Er durchsuchte die Zimmer, konnte jedoch lediglich kabellose Kopfhörer und einen Autoschlüssel eines Mercedes an sich nehmen. Er wollte das Auto allerdings als Fluchtfahrzeug verwenden, konnte es aber nicht auf der Straße finden.
Ersatzkleidung vorbereitet
In den Tagen vor dem Überfall beobachtete der 36-Jährige das Geschäft. Für seine Flucht hatte er zudem Ersatzkleidung vorbereitet, um rasch sein Äußeres im Zuge der Flucht zu verändern. Das wurde in der Nähe des Tatorts sichergestellt.
Am Freitag betrat er dann das Geschäft in der Reinprechtsdorfer Straße mit einer Schusswaffe und bedrohte den Mitarbeiter. Dieser setzte sich körperlich zur Wehr und konnte flüchten. Der mutmaßliche Räuber blieb allerdings in den Räumlichkeiten eingesperrt, weil er die Tür zunächst nicht aufbekam. Die rasch eintreffenden Einsatzkräfte konnten noch beobachten, wie er in einen Wohnbau geflüchtet war, deshalb wurde er dort von Polizisten der WEGA rasch im Keller festgenommen.
Beute sichergestellt
Eine CO2-Pistole, Schmuck – bei dem es sich um die mutmaßliche Beute handelte -, die kabellosen Kopfhörer, ein Messer, eine Sturmhaube sowie der Pkw-Schlüssel wurden bei ihm gefunden und sichergestellt. In seiner Vernehmung zeigte sich der Mann umfassend geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt gebracht.