CA Immo rutschte im Halbjahr in die Verlustzone

26.08.2026 • 19:07 Uhr

Das börsennotierte Immobilienunternehmen CA Immo ist im ersten Halbjahr in die Verlustzone gerutscht. Unterm Strich stand ein Minus von 1,4 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 31,3 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das in der Branche wichtige nachhaltige Ergebnis (FFO I) ging um 11,7 Prozent auf 55,6 Mio. Euro zurück, teilte der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Grund für den Fehlbetrag seien unter anderem geringere Mieteinnahmen und hohe Zinsen.

Die Mieterlöse lagen bei 104,8 Mio. Euro, das sind um 16 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Der Wert spiegle insbesondere das verkleinerte Portfolio infolge umfangreicher Immobilienverkäufe wider, so CA Immo. Darüber hinaus sei das Ergebnis von einer marktbedingten Wertberichtigung der Immobilien (minus 53,7 Mio. Euro) belastet worden.

Schwieriges Umfeld, Ergebnis operativ aber stabil

Firmenchef Keegan Viscius sprach in einer Aussendung von einem “schwierigen Marktumfeld”, das von wirtschaftlicher Unsicherheit und hohen Zinsen geprägt sei, verwies gleichermaßen aber auf eine “stabile operative Leistung”. So habe das Unternehmen seine Vermietungsquote mit 94 Prozent auf hohem Niveau gehalten und die operative Effizienz durch einen Rückgang von Aufwendungen verbessert.

Die CA Immo ist laut eigenen Angaben auf hochwertige Büroimmobilien in Deutschland, Österreich und Osteuropa spezialisiert. Per 30. Juni 2026 belief sich das gesamte Immobilienvermögen auf rund 4,4 Mrd. Euro, nach 4,7 Mrd. Euro Ende 2025. In seiner Mitteilung erinnerte das Unternehmen auch an die Fertigstellung von drei Entwicklungsprojekten in Berlin in den Jahren 2026 und 2027. Diese würden “alle relevanten Ertragskennzahlen in Zukunft weiter stärken”, sagte Viscius.

Für die Zukunft rechnet das Management mit “anhaltenden Herausforderungen und Unsicherheiten, insbesondere mit weiteren geopolitischen Spannungen, erneuten Inflationsrisiken in Europa, sich wandelnden Anlegerpräferenzen und häufigeren Klimaereignissen”. Dennoch sei man davon überzeugt, dank “klarer strategischer Ausrichtung und hochwertigen Immobilien in innerstädtischen Top-Standorten” auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt zu sein.