Die Nominierungen für die International Opera Awards stehen

Am 21. November fungiert das Musiktheater an der Wien – aktueller Titelträger als “Opernhaus des Jahres” – erstmals als Gastgeber der International Opera Awards. Die vom britischen Unternehmer Harry Hyman 2012 gegründete Auszeichnung gilt mittlerweile als eine der bedeutendsten der Opernwelt und würdigt die Leistung in zahlreichen Kategorien, wobei die Gewinner von einer Jury unter Leitung des Magazins “Opera” gekürt werden. Mittlerweile stehen die Nominierten 2026 fest.
So kann sich das Musiktheater an der Wien als Hausherr der heurigen Preise Hoffnungen in der Sparte Neuproduktionen machen, wo Intendant Stefan Herheim mit seiner “Fledermaus” mit von der Partie ist. Die “Bluthochzeit” der Oper Frankfurt, eine “Frau ohne Schatten” vom Festival d’Aix-en-Provence oder ein “Prince Igor” vom Staatstheater am Gärtnerplatz finden sich hier unter den zu Schlagenden. Die Volksoper Wien wiederum ist mit ihrer “Killing Carmen” des Duos Nils Strunk/Lukas Schrenk im Rennen als beste Musiktheaterproduktion, an dem auch eine “Cage aux Folles” des Théâtre du Châtelet oder ein “El barberillo de Lavapiés” des Theaters Basel vertreten ist. Hausherrin Lotte de Beer ist indes in der Sektion Regiekräfte vertreten und muss sich hier gegen Kollegen wie Romeo Castellucci, Tobias Kratzer oder Lydia Steier durchsetzen.
Bregenz bei den Festivals mit Chancen
Im Kreise der Festivals rittern die Bregenzer Festspiele um die Auszeichnung mit und haben etwa das Monteverdi Festival Cremona oder das Sofia Opera Wagner Festival als Konkurrenz. Der heimische Startenor Andreas Schager kann beim Publikumspreis () auf die Gunst der Fans hoffen, die sich hier aber auch für Lise Davidsen, Lisette Oropesa oder Jonathan Tetelman entscheiden könnten.
Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik werfen ihre Mammutinszenierung von Cestis “Il pomo d’oro” ins Talon der Wiederentdeckungen und treffen hier unter anderem auf “Ercole amante” von Bembo der Opéra de Paris, den “Pompeo Magno” von Cavalli des Bayreuth Baroque Opera Festivals oder Villa-Lobos’ “Yerma” der Ópera de Tenerife. Und schließlich kann die 1995 geborene niederösterreichische Mezzosopranistin Patricia Nolz auf den Titel als bester Nachwuchsstar spitzen.
Bei den Göttern und Göttinnen am Pult sind daneben etwa Riccardo Chailly, Marie Jacquot, Joana Mallwitz oder Maxime Pascal in die Endrunde der Nominierten aufgestiegen. Auf den Titel als beste Sängerin können unter anderen Louise Alder, Vera-Lotte Boecker oder Golda Schultz hoffen, bei den Männern sind dies Lawrence Brownlee, Clay Hilley oder Georg Zeppenfeld. Die Königskategorie der Oper des Jahres machen sich die Atlanta Opera, das Croatian National Theatre in Zagreb oder die Hamburgische Staatsoper untereinander aus.