Druckereien verloren Umsatz und betonen Umweltfreundlichkeit

Den heimischen Druckereien geht es weiter nicht gut. 2025 brachte einen Umsatzrückgang um 3,7 Prozent auf 1,78 Mrd. Euro. Das war der dritte Rückgang in Folge. Der Anfang 2025 erhoffte Aufschwung blieb aus. Nun möchte der Verband Druck Medien mit einer Kampagne “Print wirkt nachhaltig” wieder “mehr Lust auf Print machen”, heißt es in einer Verbandsaussendung am Montag.
In Österreich, wo immer noch 71 Prozent vom Umsatz gemacht werden, ging der Absatz 2025 um 4,8 Prozent zurück, die Exporte fielen um vergleichsweise “moderate” 0,8 Prozent. 2022 setzte die Branche noch 1,9 Mrd. Euro um, um über 100 Mio. Euro mehr. Dabei ist die Inflation von rund 15 Prozent noch nicht berücksichtigt.
Branche sieht bei Print geringeren CO2-Ausstoß als digital
“Die Werbe- und Marketingbudgets sind in den letzten Jahren spürbar geschrumpft und damit auch die Ausgaben für Print”, schreibt Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien, in der Aussendung. Der Verband will zeigen, “wie Information nicht nur nachhaltig wirkt, sondern auch nachhaltig sein kann”. Denn “bei großen Daten und langen Lesezeiten hat Print eindeutig Vorteile – sowohl bei der Aufmerksamkeit als auch beim Treibhausgaspotenzial”, so Sodoma.
Er verweist auf eine Ökobilanzstudie des Öko-Instituts Freiburg im Auftrag und unter Beteiligung von Druckerverbänden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden, wonach Printwerbung weniger CO2 verursache als deren digitale Entsprechungen. Konkret verglichen wurden dabei Flugblätter im Supermarkt mit Werbung per PDF sowie Anzeigen in der Zeitung mit Werbebannern.