Ein Toter bei Kohlenmonoxid-Drama auf italienischer Almhütte

30.08.2026 • 13:51 Uhr

Ein 35 Jahre alter freiwilliger Helfer aus Mailand ist in der Nacht auf Sonntag vermutlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung in der italienischen Region Piemont nahe der Schweizer Grenze gestorben. Fünf weitere Menschen wurden verletzt, eine 19-jährige Freiwillige befand sich in kritischem Zustand. Das Unglück ereignete sich auf einer Alm namens Alpe Devero auf rund 1.980 Meter Seehöhe.

Die abgelegene Hütte ist nur schwer erreichbar. Die schwer verletzten Betroffenen wurden mit Rettungshubschraubern ausgeflogen. Die 19-Jährige wurde wegen ihres kritischen Zustands in das Niguarda-Krankenhaus nach Mailand gebracht, dem größten Hospital der Metropole.

Ursache dürfte defekter Boiler gewesen sein

Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen Mann, der über eine Organisation als freiwilliger Hirte auf der Alm tätig war. Er unterstützte dort während der Sommersaison die Viehhalter. Auch die 19-Jährige arbeitete dort als Freiwillige. Unter den weiteren Betroffenen sind nach ersten Erkenntnissen der Betreiber der Alm und dessen Vater sowie zwei Mitarbeiter eines örtlichen Landwirtschaftsbetriebs. Die Alm stellt unter anderem Käse und Joghurt aus Ziegenmilch her.

Die Ursache des Unglücks war am Sonntagnachmittag noch nicht ganz geklärt. Nach ersten Ermittlungen dürfte ein defekter Boiler das geruchlose und hochgiftige Kohlenmonoxid freigesetzt haben. Die Ermittlungen laufen.

Die Hütte liegt im Gebiet Alpe Buscagna liegt im Deverotal in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Die dort sogenannten Margari sind Hirten, die während der Sommermonate das Vieh auf den hoch gelegenen Almen betreuen und melken. Ein solcher war der 35-Jährige.