Erdrutsch in türkischer Tourismusregion Kappadokien – Tote
Beim Einsturz einer sogenannten Felsnadel infolge starker Regenfälle sind in der türkischen Tourismusregion Kappadokien am Donnerstag drei Menschen ums Leben gekommen. Gouverneur Hüseyin Kök teilte mit, zwei der Toten seien türkische Staatsbürger, bei dem dritten Todesopfer handle es sich um einen Ausländer. Die Region Kappadokien gehört zum UNESCO-Welterbe und ist bekannt für ihre hoch aufragenden, kegelförmigen Felsen, die sogenannten Feenkamine.
Justizminister Akin Gürlek hatte zunächst von zwei Toten gesprochen. “Nach ersten Erkenntnissen kamen bei dem Vorfall zwei Menschen zu Tode, mindestens fünf weitere wurden verletzt”, erklärte Gürlek im Onlinedienst X. Im Laufe der Bergungsarbeiten wurde dann eine dritte Leiche entdeckt. Die Staatsanwaltschaft in Nevsehir teilte mit, eine Untersuchung eingeleitet zu haben. Nach starken Regenfällen war es nahe der Stadt Göreme in der Provinz Nevsehir zu einem Erdrutsch gekommen, der wiederum die Felsnadel zum Einsturz brachte. Nach Angaben von Gouverneur Hüseyin Kök trug sich das Unglück am Nachmittag in der Nähe eines Freilichtmuseums zu.
Bergungsteams suchen nach möglichen weiteren Opfer
Augenzeugen berichteten von einem lauten Geräusch, als die Felsnadel einstürzte. Demnach befand sich der Unglücksort in der Nähe eines Parkplatzes. Anschließend sei eine riesige Staubwolke in den Himmel aufgestiegen. Bergungsteams setzten ihren Einsatz fort, “um mögliche weitere Opfer zu lokalisieren, die unter den Trümmern eingeschlossen sein könnten”, erklärte Gürlek. Fernsehaufnahmen zeigten, wie schweres Gerät bei der Räumung der Felsen zum Einsatz kam. Die Rettungskräfte arbeiteten demnach mit Hilfe von Flutlichtanlagen auch nach Einbruch der Dunkelheit weiter. Das Gebiet wurde für die Öffentlichkeit gesperrt.
In der Region Kappadokien stürzen immer wieder Felsen in sich zusammen. Das türkische Kulturministerium hat deshalb Maßnahmen ergriffen, um die Felsformationen vor klimabedingten Schäden und Erosion zu schützen. Bei einem ähnlichen Einsturz im Jahr 2024 war niemand verletzt worden.