Europaministerin Bauer traf US-Abgeordnete

15.07.2026 • 19:50 Uhr
Europaministerin Bauer traf US-Abgeordnete

Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP) hat am Mittwoch mehrere republikanische und demokratische Abgeordnete des US-Kongresses in Washington DC getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Die Kontakte nach Washington werde man trotz “aktueller Schlagzeilen” ausbauen, meinte die Ministerin nach den Treffen zu Journalisten.

“Gerade wenn es zwischen Europa und den USA knirscht, müssen wir miteinander reden”, so Bauer. Seitdem US-Präsident Donald Trump seine zweite Amtszeit angetreten hat, ist die Stimmung bekanntlich angespannt. Bei den Gesprächen über die Ukraine bekräftigte die Europaministerin das Ziel eines “dauerhaften, gerechten und umfassenden” Friedens. Friedensverhandlungen müssten die Ukraine, die Vereinigten Staaten und Europa “aktiv einbeziehen”.

Zuvor Treffen mit Rabbi Schneier

Gesprochen hat Bauer mit den republikanischen Kongressabgeordneten Greg Murphy, Joe Wilson und Andy Harris. Im Zentrum der Gespräche mit Murphy und der demokratischen Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz – beide Mitglieder im parteiübergreifenden Austria Caucus, ähnlich der parlamentarischen Freundschaftsgruppe – standen u.a. Maßnahmen im Kampf gegen Antisemitismus. Bereits am Dienstag traf sie dazu Rabbi Arthur Schneier in New York. Der heute 96-jährige Schneier wurde in Wien geboren, floh vor den Nationalsozialisten nach Budapest, überlebte den Holocaust und wanderte 1947 in die USA aus. Seit mehr als sechs Jahrzehnten ist er Rabbiner der Park East Synagogue in New York.