Finanzminister Marterbauer startet Krebsbehandlung

13.07.2026 • 16:22 Uhr

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat am Montag bekanntgegeben, dass er an Krebs erkrankt ist. Er werde “ab heute” im AKH Wien dagegen behandelt, bleibe aber im Amt. “Die Therapieeinheiten werden zusätzliche Termine in meinem dienstlichen Kalender sein und deshalb bisweilen zur Verschiebung des einen oder anderen Termins führen.” Die Behandlung werde aber so geplant, “dass ich meiner Aufgabe und Funktion als Finanzminister unseres Landes voll nachkommen werde”.

Marterbauer gab seine Erkrankung am Montag via E-Mail an die Redaktionen des Landes bekannt. “In Österreich leben deutlich über 400.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose. Seit kurzem bin ich einer davon”, schrieb der Minister. “Es handelt sich bei meiner Diagnose um ein Lymphom. Eine Erkrankung, die in den letzten Jahren dank umfangreicher Forschung und des guten österreichischen Gesundheitssystems sehr gute Heilungschancen aufweist.”

Wichtig hierfür sei aber, “dass ich unmittelbar eine entsprechende Therapie beginne”. Diese werde in den kommenden drei Monaten stattfinden. “Beim behandelnden Arzt und seinem Team fühle ich mich hervorragend aufgehoben und betreut”, betonte der Minister. Aus dem AKH Wien hieß es in einem Statement vom Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie, Matthias Preusser: “Die Diagnose eines Lymphoms ist sehr gut behandelbar und wir werden den Therapieplan umgehend umsetzen.”

Mit Verschiebungen von Terminen zu rechnen

Die Therapieeinheiten würden “zusätzliche Termine” in seinem dienstlichen Kalender sein, erklärte der Minister – “und deshalb bisweilen zur Verschiebung des einen oder anderen Termins führen”. Aber die Behandlung werde so geplant, “dass ich meiner Aufgabe und Funktion als Finanzminister unseres Landes voll nachkommen werde”.

Er bitte darum, in der Kommunikation “durchaus offen, aber fair und respektvoll mit meiner Erkrankung umzugehen”, schrieb Marterbauer. “Wie bei vielen Menschen in unserem Land ist sie eine emotionale Belastung für meine Familie, meine Freundinnen und Freunde, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.” Er bedanke sich vorab für den Respekt und das Verständnis und freue sich, “wenn wir uns bald wieder über den erfolgreichen Sanierungskurs für Österreich unterhalten können”.

Zahlreiche Genesungswünsche

Nach der Bekanntmachung der Krebserkrankung langten aus der Politik via soziale Medien zahlreiche Genesungswünsche ein. Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärte, viele Menschen in Österreich würden mit der Diagnose Krebs leben – “darauf hat Finanzminister Markus Marterbauer heute hingewiesen, als er seine eigene Diagnose öffentlich gemacht hat”. Diese Transparenz erfordere “viel Mut – ein starkes Zeichen für Betroffene”. “Ich wünsche Ihnen, lieber Herr Bundesminister, viel Kraft, Zuversicht und gute Genesung”, so das Staatsoberhaupt.

Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) wünschte dem Finanzminister via X alles Gute: “Lieber Markus, ich wünsche dir viel Kraft, Mut, Zuversicht und vor allem eine schnelle und vollständige Genesung. Du kannst dir gerade in dieser persönlich schwierigen Zeit der Unterstützung der gesamten Bundesregierung sicher sein”, betonte er.

Marterbauers Parteifreund und SPÖ-Chef Andreas Babler schrieb, er wünsche Marterbauer “viel Kraft und Zuversicht für die kommenden Wochen”. “Das letzte Jahr hast du dich um die Republik gekümmert, jetzt kümmere dich bitte gut um dich, damit wir dich bald wieder ganz gesund bei uns zurück haben! Alles Gute und viel Kraft, mein Freund.”

Genesungswünsche auch von NEOS, Grünen und der FPÖ

Auch NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger richtete Marterbauer “für die bevorstehende Therapie viel Zuversicht und eine baldige Genesung” aus. “Ich schätze die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sehr”, betonte sie.

Seitens der Grünen erklärte Parteichefin Leonore Gewessler via Nachrichtendienst “Bluesky”, sie wünsche Marterbauer “im Namen unserer ganzen Partei” eine “rasche und vor allem vollständige Genesung”. “Meine Gedanken sind bei ihm und seinen Liebsten, denen ich allen viel Kraft und nur das Beste für die kommende Zeit wünsche!”

FPÖ-Chef Herbert Kickl erklärte auf Facebook, dass er Marterbauer nur aus dem politischen Betrieb kenne und man sich dort oft nicht einer Meinung sei, “aus tiefstem Herzen” wünsche er ihm aber: “Möge er in den nächsten Wochen viel Kraft und Zuversicht haben, um den Krebs erfolgreich zu besiegen. Ich drücke ihm alle Daumen – so wie es auch seine Familie und seine Freunde tun”, so Kickl auf Facebook. Zuvor hatte bereits sein Vorgänger und nunmehrige burgenländische Landtagsabgeordnete Norbert Hofer Marterbauer “von Herzen viel Kraft, alles Gute und vollständige Genesung” gewünscht.

Genesungswünsche kamen auch von Marterbauers Parteikollegin, Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann, die ebenfalls den offenen Umgang mit der Diagnose hervorhob: “Das verdient großen Respekt und kann vielen Menschen Mut machen, die selbst oder in ihrem Umfeld mit einer Krebserkrankung konfrontiert sind.” Er könne “auf ein gutes Gesundheitssystem bauen”. Auch zahlreiche andere Regierungskolleginnen und -kollegen äußerten Genesungswünsche.