Frau bei Messerattacke von Ex-Freund schwer verletzt

14.08.2026 • 17:13 Uhr

Ein 37-Jähriger soll Freitagmorgen in einer Wohnung im Bezirk Ried im Innkreis seine Ex-Freundin mit einem Messer schwer verletzt haben. Zwei Kinder der 30-Jährigen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Zimmer und dürften die Tat nicht mitbekommen haben. Der Mann wurde wenig später festgenommen, teilte die Polizeisprecherin mit.

Nach einem Streit habe der Mann mit einem Küchenmesser zweimal in den Rücken und einmal in den Oberarm der Frau gestochen. Der Verletzten gelang die Flucht in einen Nachbarort, der 37-Jährige soll sie mit dem Messer verfolgt haben, so die weiteren Angaben der Polizei.

Autofahrer zog Flüchtende in Pkw

Zwei vorbeikommende Verkehrsteilnehmer zogen die Frau in ihr Fahrzeug. Als der Verdächtige die Autotür öffnen und die Frau erneut angreifen wollte, verhinderte dies der Lenker, beschrieb die Polizei die dramatischen Szenen. Beim Wegfahren habe der 37-Jährige noch mit dem Messer gegen die Heckscheibe gestochen.

Einsatzkräfte nahmen den Mann anschließend widerstandslos in seiner Wohnung fest und stellten die mutmaßliche Tatwaffe sicher. Bei seiner ersten Einvernahme soll der 37-Jährige die Tat gestanden haben, laut Ermittlern äußerte er wohl eine Tötungsabsicht.

Opfer nicht in akuter Lebensgefahr

Die 30-Jährige wurde zunächst im Krankenhaus Ried versorgt und anschließend mit dem Notarzthubschrauber in ein Linzer Krankenhaus geflogen. Sie erlitt schwere Verletzungen, befinde sich laut behandelndem Arzt jedoch nicht in akuter Lebensgefahr.

(S E R V I C E – In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter ; Österreichische Gewaltschutzzentren unter 0800/700-217; Hilfe im Bundesland Salzburg unter anderem beim Gewaltschutzzentrum Salzburg unter 0662/87 01 00; beim Frauennotruf Salzburg unter 0662/88 11 00; bei den Schutzunterkünften in Salzburg unter 0800/44 99 21, beim Frauennotruf Innergebirg unter 0664/500 68 68; bei unmittelbar drohender Gefahr oder wenn die Intervention der Polizei vor Ort benötigt wird, ist die Polizei rund um die Uhr unter dem Notruf 133 erreichbar)