GAK testet Rapids Makellosigkeit – Kellerduell in Hartberg

15.08.2026 • 23:30 Uhr
GAK testet Rapids Makellosigkeit - Kellerduell in Hartberg

In den drei Sonntagspartien der Fußball-Bundesliga sind Österreichs Europacup-Fighter im Einsatz. Der Tabellenzweite Rapid empfängt um 19.00 Uhr in Hütteldorf den GAK, die Grün-Weißen wollen ihren makellosen Saisonstart mit dem achten Sieg im achten Spiel verlängern. Davor kommt es in Hartberg zum Duell zwischen dem TSV und der Wiener Austria (17.00 Uhr/alle Sky), beide Teams sind noch punktelos. In Innsbruck empfängt zur gleichen Zeit die WSG Tirol die “Bullen” aus Salzburg.

Hartberg – Austria: Kellerduell in der Oststeiermark

In Hartberg empfängt der Vorletzte das Tabellenschlusslicht. Nach umkämpften Niederlagen gegen Salzburg und Sturm Graz möchte der TSV im Kellerduell mit den “Veilchen” anschreiben. “Wir wissen über die Qualitäten und Stärken des Gegners Bescheid und sind darauf richtig gut vorbereitet. Wir wollen uns erstmals mit drei Punkten belohnen”, erklärte der Hartberger Coach Markus Schopp, dessen Sohn und Innenverteidiger Konstantin Schopp wegen einer Sperre nicht zur Verfügung steht.

Bei der Austria liegt nach der nächsten “englischen” Woche und nach den Überstunden gegen Beitar Jerusalem der Fokus vor allem auf Erholung. “Natürlich müssen wir in den nächsten zwei Tagen extremst auf Regeneration schauen. Wenn man jetzt in die fünfte Woche geht, wo man doppelt spielt, ist das ein Faktor”, meinte Coach Stephan Helm, der darauf hofft, dass der angeschlagene Johannes Eggestein in der Oststeiermark stürmen kann. Abwehrchef Aleksandar Dragovic fehlt rotgesperrt. Kapitän Manfred Fischer hofft auf einen Schub im Team durch den Aufstieg ins Conference-League-Play-off. “Wir können, glaube ich, mit Selbstvertrauen und vielleicht auch mit ein bisschen Lockerheit nach Hartberg fahren.”

WSG – Salzburg: “Bullen” mit Respekt nach Innsbruck

In Tirol sind die Rollen beim Match zwischen der WSG und Red Bull Salzburg klar verteilt. “Es erwartet uns ein Gegner, der mit Sicherheit um die österreichische Meisterschaft spielt”, meinte der Wattener Coach Philipp Semlic vor dem Heimspiel. Man freue sich auf die Aufgabe als Außenseiter, “wohlwissend, dass die Trauben sehr hoch hängen werden”. In der vergangenen Saison gelang der WSG mit einem 3:2-Sieg beim früheren Serienmeister die Überraschung. Semlic fehlen weiter die rekonvaleszenten Thomas Sabitzer und Quincy Butler. Dafür erfüllt Offensivroutinier Thomas Goiginger langsam die Fitnessvoraussetzungen für die Startelf.

Nach zuletzt zwei Unentschieden in der Liga (1:1 beim WAC) und im Europacup (3:3 bei Pafos) wollen die Salzburger auf die Siegerstraße zurückkehren – auch um die Lücke auf Meister LASK und Rapid nicht früh in der Saison zu groß werden zu lassen. “Die Aufgabe bei den Tirolern ist durchaus schwierig, weil sie nicht nur zuletzt daheim gut gespielt und einen Punkt gegen Sturm Graz geholt haben, sondern auch bereits seit fünf Spielen zu Hause ungeschlagen sind. Diese Serie wollen wir natürlich brechen”, kündigte Trainer Danny Röhl an. Die Bullen sind erst am Freitag aus Zypern heimgekommen, am Samstag geht es weiter nach Innsbruck. “Da ist es durchaus möglich, dass wir ein wenig durchrotieren und frische Kräfte bringen”, meinte Röhl.

Rapid – GAK: Grün-Weiß blieb in Vorsaison sieglos

In der Vorsaison gegen den GAK sieglos, arbeitet Rapid zum Abschluss der 3. Runde am Ausbau einer aktuellen Siegesserie. “Alles läuft gut, es ist schwierig, aktuell nicht positiv zu sein. Aber unser einziger Fokus liegt darauf, die Sachen weiter gut zu machen, die uns diesen guten Start beschert haben”, erklärte Trainer Johannes Hoff Thorup. Die Hütteldorfer haben zwar die ersten sieben Pflichtspiele der Saison gewonnen, in der Liga gegen Altach (1:0) und in Ried (1:2) aber jeweils nur mit einem Tor Unterschied. Hoff Thorup begründete dies mit schwacher Chancenauswertung seines Teams und der allgemeinen Dichte der Liga. “Wir sehen jede Woche, dass die erwarteten Topteams gegen jeden Punkte liegenlassen können. Das ist ein Fakt, es ist große Qualität in der Liga.”

Beim GAK stellte Rapids Trainer Parallelen zu Altach fest. “Sie verteidigen ähnlich.” Man werde sich deshalb die Erkenntnisse aus dem Spiel gegen die Vorarlberger genau zu Gemüte führen. Im Vergleich zum souverän geschafften Aufstieg in der Conference-League-Qualifikation am Mittwoch gegen Paide werden zahlreiche Spieler der ersten Garnitur wieder in die Startelf rotieren. Gegen den GAK holte Grün-Weiß in der Vorsaison ein 1:1 in Graz und kassierte zuhause eine 1:2-Schlappe. GAK-Spieler Christian Lichtenberger ist das in bester Erinnerung: “Rapid ist mit einer starken Serie in die Saison gestartet, aber wir wissen aus der vergangenen Spielzeit, dass wir den Wienern wehtun können. Natürlich sind wir motiviert und wollen an diesem Sonntag der Kracher sein, der in Wien zündet.”