Großer Schaden nach Güterzugunfall und Brand in NÖ

21.10.2026 • 15:30 Uhr

Nach einer Kollision zweier Güterzüge und einem Brand beim Zentralverschiebebahnhof Wien-Kledering bei Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) am Dienstagabend sind am Mittwoch die Aufräum- und Bergungsarbeiten im Gange gewesen. Mehrere Autos und Güterwagen gingen in Flammen auf, der Sachschaden dürfte groß sein. Eine Instandsetzungsprognose “folgt in den kommenden Tagen”, teilten die ÖBB am Nachmittag mit. Die Ursache war Gegenstand von Ermittlungen.

Um 17.25 Uhr war es laut ÖBB zu einer sogenannten Flankenfahrt gekommen, die Züge waren also seitlich aneinander geschrammt. Drei Güterwagen, die mit Pkw – darunter auch Elektro- und Hybridautos – beladen waren, entgleisten und kippten teilweise um. Es entstand ein Brand, bei den Löscharbeiten standen nach Angaben des Abschnittskommandos mehr als 180 Mitglieder von 18 Feuerwehren im Einsatz. “Laufende Explosionen der Fahrzeugakkus erschwerten die Brandbekämpfung”, hieß es. Kurz nach 19.00 Uhr war das Feuer gelöscht. Verletzt wurde niemand.

Erdreich möglicherweise kontaminiert

Zahlreiche beschädigte Autos wurden seit den Nachtstunden abtransportiert, am Mittwoch wurden die verbliebenen Fahrzeuge und Güterwagen geborgen. “Das genaue Ausmaß der Schäden an der Eisenbahninfrastruktur kann erst abschließend beurteilt werden, nachdem alle Güterwägen geborgen wurden und eine uneingeschränkte Begutachtung des Unfallorts möglich ist”, teilten die ÖBB in einer Aussendung mit.

Geprüft werden müsse auch, ob Erdreich kontaminiert wurde, sagte ÖBB-Sprecher Daniel Pinka auf Anfrage. Am Mittwochvormittag fand eine erste Begehung durch die zuständige Behörde statt. Bodenproben wurden entnommen, Ergebnisse werden “zeitnah erwartet”, hieß es vonseiten des Unternehmens. “Eine seriöse Prognose zur Wiederinbetriebnahme der betroffenen Strecke wird erst in den kommenden Tagen möglich sein”, wurde festgehalten.

Für den Güterverkehr kommt es laut ÖBB am Zentralverschiebebahnhof zu “geringfügigen betrieblichen Einschränkungen”, Züge werden über andere Strecken umgeleitet. Der Personenverkehr war nach wie vor nicht betroffen.