Grüne mit Petition für Fünf-Punkte-Plan zum Hitzeschutz

Die Grünen haben am Dienstag ihre Kampagne “Hochgradig ungerecht” präsentiert und eine Petition für einen Fünf-Punkte-Plan zum Hitzeschutz gestartet. Klubobfrau Leonore Gewessler warf auf dem versiegelten Gelände in St. Marx in Wien der Bundesregierung vor, angesichts der Hitzewellen keine ausreichenden Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu setzen. Statt zu handeln, sei die Koalition “in die Sommerfrische gefahren, ohne einen einzigen Plan für akuten Hitzeschutz im Gepäck.”
Die Grünen kündigten auch an, im Sommer mit einem Infrarot-Thermometer durch Österreich zu touren, um die Auswirkungen der Hitze sichtbar zu machen. Gewessler sprach von einer sozialen Ungerechtigkeit, da insbesondere Kinder, ältere Menschen sowie Beschäftigte im Freien von hohen Temperaturen betroffen seien. “Wer keinen Schatten hat, keine Klimaanlage, kein Geld für die Flucht ans kühle Wasser, wird von dieser Regierung im Stich gelassen”, sagte sie.
Plan sieht Klimaanlagen und eine Milion Bäume vor
Der von den Grünen vorgestellte Fünf-Punkte-Plan sieht unter anderem Klimaanlagen und Hitzeschutzmaßnahmen für Schulen, Kindergärten, Spitäler und Pflegeheime, finanzielle Unterstützung für Freibäder mit kostenlosem Eintritt ab 35 Grad, den Ausbau von Trinkbrunnen und die Pflanzung von einer Million Bäumen bis 2030, die Öffnung öffentlicher Gebäude als kühle Rückzugsorte sowie verstärkten Klimaschutz durch den Ausbau erneuerbarer Energien und Renaturierungsmaßnahmen vor.
Nach Angaben der Grünen könnte ein Großteil der vorgeschlagenen Maßnahmen durch den Verzicht auf die Förderung emissionsstarker Pick-up-Trucks finanziert werden. Begleitend zur Kampagne startete die Partei eine Petition, mit der die Bevölkerung den Fünf-Punkte-Plan unterstützen kann.