Hitze – Künstlerinnen und Künstler mit Mahnung an Politik

Mit einem “Offenen Brief an die Österreichische Bundesregierung” wenden sich namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Ursula Strauss, Stefanie Reinsperger, Michael Ostrowski oder Robert Palfrader angesichts der historischen Hitze und Trockenheit im Land an die Politik. “Politisches Nicht-Handeln angesichts einer wissenschaftlich eindeutig belegten Krise ist keine neutrale Entscheidung”, heißt es in dem Papier, das auf wirksamen Klimaschutz pocht.
Die Initiative zu dem Brief an die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger kommt von der Schauspielerin Valerie Huber. Unterstützt wird der Vorstoß von Fridays For Future, Greenpeace Österreich und UNICEF Österreich. Dem Aufruf, “die Realität anzuerkennen und ihr mit der notwendigen Entschlossenheit zu begegnen”, hat sich eine ganze Reihe an Kunst- und Kulturschaffenden wie Cornelius Obonya, Verena Altenberger, Marie Kreutzer, Mavie Hörbiger, Lilian Klebow, Hilde Dalik, Nils Strunk, Thomas Maurer, Lucas Fendrich, Simon Schwarz, Ina Regen oder Julian Le Play angeschlossen.
Klimakrise als “nationalen Notstand” anerkennen
Die aktuelle, beispiellose Hitzewelle hatte am Dienstag einen neuen österreichischen Allzeit-Temperaturrekord gebracht. Gepaart mit der extremen Trockenheit in weiten Teilen des Landes wird die Klimakrise nur allzu deutlich. Das halten auch die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner fest: “Beim Klimaschutz zählt jedes Zehntel Grad. Jede vertagte politische Entscheidung und jeder weitere Hitzesommer ohne Schutzmaßnahmen kostet Menschenleben”, heißt es in der Aufforderung an die Bundesregierung, “Ihrer Verantwortung gerecht zu werden”.
Es brauche mehr “Mut und Entschlossenheit”, um Veränderungen in Richtung “regenerative Wirtschaft” anzustoßen. So sollten Klimaschutz und Klimaanpassung zur politischen Priorität werden. In Bezug auf die aktuelle Hitze und Dürre fordern die Künstler, dass sich die Politik zu der Lage äußert und “Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Hitze, Dürre und Extremwetter” einleitet. Der Abschwächung der Pläne für den EU-Klimaschutz gelte es entgegenzutreten, hierzulande brauche es “unverzüglich ein wirksames Klimaschutzgesetz”, ein Paket für Gebäudesanierung sowie den Stopp “klimaschädlicher Subventionen für fossile Energieträger”. Die Politik müsse die Klimakrise als “nationalen Notstand” anerkennen und dementsprechend handeln, fordern die Künstlerinnen und Künstler: Das sei “im Interesse der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung, die sich seit Jahren wirksamen Klimaschutz wünscht”.