Holocaust-Zentrum – Kommission soll Arbeit vorantreiben

04.08.2026 • 05:00 Uhr
Holocaust-Zentrum - Kommission soll Arbeit vorantreiben

Eine eigene Kommission soll die Arbeit an dem im Regierungsprogramm vorgesehenen Holocaust-Zentrum vorantreiben. Diese solle “unter Einbindung nationaler und internationaler Expertinnen und Experten sowie relevanter Interessensvertreterinnen und Interessenvertreter ein inhaltliches Konzept erarbeiten”, heißt es aus dem Ressort von Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) zur APA dazu. Die “Kronen”-Zeitung hatte am Montag von regierungsinternen Personaldebatten berichtet.

Seit Juni sei eine entsprechende Verordnung in der Regierungskoordination, berichtet die Zeitung. Allerdings stünden die beiden Regierungsparteien SPÖ und NEOS auf der Bremse, weil der ÖVP-Politiker und frühere Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka bei der Vorbereitung und beim späteren Zentrum eine Rolle spielen solle, so die “Krone”.

Machbarkeitsstudie im Regierungsprogramm

“Personalspekulationen werden nicht kommentiert”, heißt es dazu aus dem Büro des Staatssekretärs Pröll. Sehr bald sollte das angedachte Zentrum noch nicht stehen. Im Regierungsprogramm ist lediglich von der “Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Einrichtung eines österreichischen Holocaust-Museums (ÖHM) als Sammlungs-, Bildungs-, Forschungs- und Gedenkort” vorgesehen.

Ende 2025 war ein sogenannter Stakeholderprozess zur Vorbereitung der Machbarkeitsstudie gestartet. Ziel sei es, in dieser Regierungsperiode einen “Grundstein” zu legen, um die Zukunft des Vorhabens abzusichern, hieß es im Dezember.