Illegale Migration nach Italien deutlich rückläufig
Die Zahl der irregulärer Einreisen von Migranten nach Italien ist in den ersten sechs Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54 Prozent gesunken. Dies berichtete Innenminister Matteo Piantedosi am Dienstag. Bereits 2025 war die Zahl gegenüber 2024 im gleichen Zeitraum um rund 60 Prozent zurückgegangen. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums kamen seit Jahresbeginn 14.566 Migranten irregulär nach Italien. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 31.113.
Die meisten der in diesem Jahr eingetroffenen Migranten stammten demnach aus Bangladesch, Somalia, dem Sudan und Pakistan. Auch die Zahl der minderjährigen Migranten ging zurück. Seit Jahresbeginn wurde die Ankunft von 2.815 unbegleiteten Minderjährigen in Italien registriert, im Vorjahreszeitraum waren es 5.587 gewesen.
Keine Abkehr von Albanien-Plänen
Gleichzeitig wurden auch weniger Migranten aus Italien abgeschoben, 3.006 nach 3.856 im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Weitere 619 Menschen verließen Italien mit Unterstützung der Behörden freiwillig und kehrten in ihre Herkunftsländer zurück. 2025 waren es 326.
Piantedosi bekräftigte, dass die von Italien errichteten Aufnahmezentren in Albanien bis Ende des Jahres vollständig in Betrieb gehen sollen. Die Regierung wolle das sogenannte “Albanien-Modell” als Beispiel für eine europäische Migrationspolitik fördern. Die Pläne waren bisher mit massiven rechtlichen Rückschlägen konfrontiert.