Innsbrucker Festwochen heuer mit 95 Prozent Auslastung

Die diesjährige Jubiläumsausgabe der 50. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik ist am Sonntag zu Ende gegangen – und die Verantwortlichen haben eine positive Bilanz gezogen. Es wurde eine Gesamtauslastung von mehr als 95 Prozent (vergangenes Jahr: 98 Prozent) erreicht, von 24. Juli bis 30. August besuchten mehr als 20.000 Gäste die Festwochen, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.
23 der 62 Veranstaltungen der Festwochen, die in diesem Jahr von der Fragestellung “Was feiern wir?” begleitet wurden, waren kostenfrei, verlautete die künstlerische Festwochen-Spitze, die aus dem Musikalischen Leiter Ottavio Dantone sowie der Künstlerischen Direktorin Eva-Maria Sens besteht. Durch mehr Veranstaltungen und der damit verbundenen Steigerung verkaufter Tickets um rund neun Prozent habe im Vergleich zum Vorjahr mit einem Einnahmenplus um rund neun Prozent ein neuer Höchststand erreicht werden können.
“Die hohe Auslastung, die steigenden Ticketverkäufe und das erreichte Einnahmenplus sind eine schöne Bestätigung für die künstlerische Arbeit und stimmen uns für die weitere Entwicklung der Festwochen zuversichtlich”, bilanzierte der Kaufmännische Direktor Markus Lutz. Auch Sens resümierte positiv: “Dieses Jubiläumsjahr hat vor allem gezeigt, wie lebendig die Innsbrucker Festwochen und die Alte Musik sind.”
“Großoper” begeisterte Publikum
Im Mittelpunkt stand heuer die insgesamt siebenstündige “Großoper” “Il pomo d’oro” von Pietro Antonio Cesti, die auf zwei Abende aufgeteilt im Großen Haus des Tiroler Landestheaters in Innsbruck gezeigt wurde. 20 Solistinnen und Solisten, ein Chor, Tanzende zweier Kompanien und die Accademia Bizantina setzten unter der Musikalischen Leitung Dantones das von ihm teilweise rekonstruierte Meisterwerk um. Das Epos rund um den goldenen Apfel mit der Aufschrift “Der Schönsten” wurde vom Publikum euphorisch aufgenommen. Beschlossen wurden die Festwochen wie schon in den Jahren zuvor mit dem Finale des “Cesti-Wettbewerbs” am Sonntag.