Israelischer Familie wurde in Salzburg Bewirtung verweigert
Einer vierköpfigen Urlauberfamilie aus Israel ist im Gasteinertal in einem Imbissladen offenbar wegen ihrer Herkunft die Bewirtung verweigert worden. Wie die “Kronen Zeitung” am Samstag berichtete, wurde aufgrund einer Anzeige der Familie bei der Bezirkshauptmannschaft ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet. Der Familienvater sagt in dem Blatt, der Imbisswirt habe die Burger vom Grill genommen und weggeworfen, nachdem klar geworden war, dass die Gäste aus Israel sind.
Der Imbisswirt in Bad Hofgastein habe der Familie gesagt, dass das mit ihrem Essen nichts werde, “wegen Gaza”. Der Familienvater wird zitiert, er sei “schockiert” gewesen, habe sich aber in der Situation wegen der Kinder zurückgehalten, die Familie sei weitergefahren. Auf sich beruhen lassen wollte er die Situation aber nicht, daher die Anzeige. Trotz des Vorfalls würde die Familie den mehrwöchigen Aufenthalt in Tirol und Salzburg sehr genießen.
Der Imbisswirt wollte sich angesichts der Vorwürfe gegenüber der “Krone” nicht wirklich äußern. Er habe lediglich wissen lassen: “Alles Blödsinn!”
Mit großer Besorgnis reagierte der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Salzburg, Steiermark und Kärnten, Elie Rosen, auf den Bericht. Er forderte eine rasche Aufklärung der Vorwürfe und mahnte angesichts weiterer Vorfälle in Österreich und Deutschland besondere Verantwortung in der politischen Auseinandersetzung über Israel ein. Pauschale Israel-Verurteilungen dürften “nicht zum Einfallstor für Judenhass werden”, erklärte Rosen in einer Aussendung.