Kalajdzic-Rückkehr zum LASK perfekt – Vertrag bis 2029

30.08.2026 • 13:33 Uhr

Die Rückkehr von Sasa Kalajdzic zum LASK ist perfekt. Der ÖFB-Teamstürmer wechselt permanent von den Wolverhampton Wanderers zu den Linzern und unterschrieb dort laut Clubangaben vom Sonntag einen Vertrag bis Sommer 2029. An einem möglichen Weiterverkauf des 29-Jährigen ist der englische Premier-League-Absteiger beteiligt – laut britischen Medien mit 50 Prozent der Ablösesumme. Kalajdzic selbst habe laut LASK-Sportdirektor Dino Buric finanzielle Abstriche in Kauf genommen.

“Sasa hatte konkrete Angebote aus der Serie A und der deutschen Bundesliga auf dem Tisch. Wenn es rein ums Finanzielle gegangen wäre, hätten wir nicht den Hauch einer Chance gehabt”, meinte Buric in einer LASK-Aussendung. Kalajdzic habe sich für den sportlichen Weg entschieden. “Für eine Mannschaft, die er kennt, für ein Umfeld, in dem er zu alter Stärke zurückgefunden hat, und nicht zuletzt für die Champions League.”

Nach dem vergangene Woche durch ein 5:1 nach Verlängerung gegen Celtic Glasgow erstmals fixierten Einzug in die Königsklasse waren die Gespräche mit dem Wiener intensiviert worden, der in der Vorsaison als Leihspieler großen Anteil an Meistertitel und Cupsieg der Oberösterreicher gehabt hatte. Sieben Tore und elf Assists steuerte er in 27 Pflichtspielen zum Double-Gewinn bei. “Die bisherige Zeit hier in Linz zählt zu den Highlights meiner Karriere. Dass es nun auch in der Champions League weitergeht und wir uns auf höchstem Niveau messen können, ist nochmal das i-Tüpfelchen”, sagte Kalajdzic.

Kühbauer-Verlängerung als Faktor

Der Zwei-Meter-Mann war 2022 für damals 18 Mio. Euro Ablöse vom VfB Stuttgart nach Wolverhampton gewechselt, zog sich dort aber bei seinem ersten Einsatz den zweiten Kreuzbandriss seiner Karriere zu. Bei einem Leihengagement 2024 in Frankfurt folgte ein weiterer, der Angreifer fand erst in der Vorsaison beim LASK wieder zu alter Stärke. “Nach allem, was ich in den letzten Jahren erlebt habe, waren Stabilität und Konstanz ausschlaggebend für meinen nächsten Schritt”, erklärte Kalajdzic. “Genau das spüre ich beim LASK.”

Zudem habe eine Rolle gespielt, dass mit Dietmar Kühbauer vor zwei Wochen auch der Meistertrainer seinen Vertrag verlängert hatte. Dieser ist nun ebenfalls bis 2029 an den LASK gebunden. Kalajdzic hatte den Burgenländer im Mai als den vielleicht besten Trainer bezeichnet, den er je hatte. Kühbauer habe ihm “viel Zeit und vor allem Vertrauen geschenkt”, um wieder in den Rhythmus und in Form zu kommen, sagte er nun. “Das schätze ich sehr und möchte unbedingt daran anknüpfen und das zurückzahlen.”

“Großer Teil” der Transferrechte bei Wolverhampton

Kühbauer hatte bereits am Samstagabend nach dem 3:0-Heimsieg gegen Altach vom 25-fachen Internationalen geschwärmt. Dieser sei als Spieler “outstanding” (herausragend). “Da wäre jeder Verein in Österreich happy, wenn er ihn hätte.” Nach seiner langen Leidenszeit hatte Kalajdzic im März auch im ÖFB-Nationalteam sein Comeback gegeben. Bei der WM in Nordamerika köpfelte er die Auswahl von Teamchef Ralf Rangnick in der letzten Minute zu einem 3:3 gegen Algerien und ins Sechzehntelfinale.

Nach dem Turnier befand sich Kalajdzic den gesamten Sommer auf Clubsuche. “Er hat uns erklärt, dass der Fußball in der zweiten englischen Liga vielleicht nicht perfekt für ihn ist. Das ist nachvollziehbar”, betonte Wolverhamptons Technischer Direktor Matt Jackson. Um Österreichs WM-Held dauerhaft nach Linz zu lotsen, musste der LASK allerdings einige Transferrechte an die Engländer abtreten. Jackson: “Wir behalten als Teil der Vereinbarung einen großen Teil der Kontrolle über das, was in Zukunft mit ihm passiert.”